Argumentationshilfen für eine Diskussion mit den „auf links gedrehten Eliten“

Die Säulen sind gefallen

Die Tagespost | 21.07.17

Jahrhundertelang waren die Religion und der Staat die Fundamente, worauf unsere Zivilisation ruht. Damit ist es vorbei. […]
Zu den Schattenseiten des Kosmopolitismus gehört die Nivellierung aller Unterschiede. Die auf links gedrehten Eliten tarnen ihre systematische Zerstörung des Bürgerlichen als Befreiung, doch verschweigen beharrlich, dass mit der Umwertung aller Werte das Gerüst unseres Zusammenlebens verloren geht. Doch was zählt Tradition, wenn es um eine neue Weltordnung geht? Die Leitlinien, die gegenwärtig unser Leben bestimmen – kulturelle Vielfalt, Pluralität der Lebensstile, religiöse Toleranz – drücken die vage Hoffnung aus, die tiefen Grabenrisse, die sich durch die westlichen Gesellschaften ziehen, könnten durch eine keimfreie Sprache und Gutmenschenideologien überbrückt werden. Auf Kritik daran reagiert das Establishment mit selbstgefälliger Arroganz.
Aus Angst vor Opposition vergessen die Streiter für grenzenlose Liberalität sogar ihre humanistischen Grundthesen, die sie zu verteidigen glauben. Sie werden dogmatisch und intolerant, und versuchen hinter arrogantem Verständniskauderwelsch ihre Verachtung für das naive Volk zu verbergen. […] Schlagworte wie Rassismus, Rollenklischees und Vorurteile bestimmen die Diskussion. Totschlagargumente. Am aufschlussreichsten wird der Zynismus des postmodernen Denkens, wenn es zur ideologischen Pose verkommt, wenn die Verteidigung der Demokratie mit Denk- und Redeverboten einhergeht.

Kommentar:

Hin und wieder ist es gut, sich nicht nur mit konkreten tagespolitischen Themen zu beschäftigen, sondern auch nach Entwicklungen zu fragen, die die gesellschaftlichen und damit auch politischen Bedingungen beeinflussen.
Dieser Artikel kann nach Meinung des Kommentators durchaus „das bürgerliche Lager“ stärken für eine Diskussion mit den „auf links gedrehten Eliten“.

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