Das steht schon seit 2016 im Parteiprogramm der AfD

Bundespräsidentenwahl – Mehr direkte Demokratie wagen!

WirtschftsWoche | 10.02.17

Martin Schulz will Bundeskanzler werden, Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident. Das ist legitim, aber ihre Kandidatenküren waren undemokratisch. […] Demokratie lebt von der Wahl. Wenn aber die führenden Politiker des Landes unter sich ausmachen können, wer Bundespräsident werden soll, und nur einen Kandidaten nominieren, wird die Demokratie ad absurdum geführt.

Kommentar:

Vergleichen Sie damit den folgenden Auszug aus dem Parteiprogramm der AfD vom 30.04./01.05.16 und Sie verstehen (Achtung: Ironie!), warum die AfD von den anderen Parteien als zutiefst undemokratisch bezeichnet wird. Dort heißt es:
„Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk.

Derzeit wird der Bundespräsident in der Bundesversammlung vorgeschlagen und gewählt. Diese besteht zur einen Hälfte aus den Mitgliedern des Bundestages und zur anderen Hälfte aus Mitgliedern, die aus den Parlamenten der Bundesländer nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt wurden. Die Auswahl des Kandidaten findet hinter verschlossenen Türen durch Absprachen der Parteien statt. Um die Wahl des Bundespräsidenten transparenter und parteienunabhängiger zu machen, bedarf es einer Änderung des Art. 54 des Grundgesetzes für die Direktwahl durch das Volk.“ (Seite 13)
https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf
Doch wer von den Bürgern weiß davon? Wollten sich die AfD-kritischen Parteien nicht inhaltlich mit dem Programm der AfD auseinandersetzen? Wo sind die Menschen in der Presse oder in Rundfunk und Fernsehen darüber informiert worden und woher sollen sie wissen, dass die AfD seit Monaten einen eigenen Kandidaten benannt hat?

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