SPD-Politiker mit eigenständigem Denken

Was wir Migranten schulden – und was nicht

FAZ | 19.08.16

Einzelne können barmherzig sein, auch Institutionen, die sich der Barmherzigkeit verschrieben haben. Der Staat aber darf nicht barmherzig sein, weil er gerecht sein muss. Er muss nach Regeln verfahren und die Folgen bedenken. Wenn er Ausnahmen machte, wäre er korrupt. Denn Korruption ist ja nichts anderes als die vorteilhafte Ausnahme für wenige auf Kosten der Allgemeinheit. Daraus folgt: Bei jeder Regelung der Migration, die Gerechtigkeit anstrebt, wird es immer auch Härten, Enttäuschungen und unerfüllte Erwartungen geben.
Ein Autokrat kann Gnade vor Recht ergehen lassen. Im Rechtsstaat ist das regelmäßig nicht zulässig.

Kommentar:

„Gäbe es doch mehr Politiker vom Rang eines Richard Schröder und es gäbe weniger Politik(er)verdrossenheit.“
Stimmen Sie diesem Satz nach der Lektüre des Artikels von August 2016 zu?

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