Bundestag: Mehr Qualität durch weniger Qualifikation?

Bundestag: Mehr Qualität durch weniger Qualifikation?

Fridays for Future verliert Aktivisten an die Politik

FAZ | 24.08.20

Mehrere Mitglieder von Fridays for Future verhandeln offenbar mit Parteien über eine Kandidatur für den nächsten Bundestag. […] Fridays for Future ist offenkundig an eine Grenze gestoßen, die die Bewegung nicht überschreiten kann. Mehrheiten gegen Erderwärmung, Dürren und Klimakollaps gibt es. Aber die im Bundestag verabschiedeten Schritte reichen nicht aus, um den notwendigen deutschen Beitrag zu Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad zu leisten. Blasel will nun selbst die Lösungen durchsetzen. „Es braucht Leute, die die Radikalität in die Parlamente tragen“, sagte Blasel. Vor anderthalb Monaten stellte er still und leise seine Arbeit als Sprecher für die Bewegung ein. […] Er ist kein Einzelfall mehr. […] Aus der Bewegung hieß es gegenüber der F.A.Z., gegenwärtig seien fünf Aktivisten, die noch aktiv seien oder gerade erst ihr Engagement eingestellt hätten, in Gesprächen über ähnliche Kandidaturen. […] Dabei ist nicht immer klar, ob von den Parteien oder den Aktivisten das stärkere Engagement ausgeht.

Kommentar:

Die Meinung der FAZ-Leser ist recht eindeutig. Nur 2 Beispiele:
1) „Ist doch eine typische Karriere: Berufsdemonstrant, Staatsfunktionär, Staatspensionär. Nichts gelernt, keine abgeschlossene Ausbildung, keinerlei Berufserfahrung – aber dann 82 Millionen Menschen sagen wollen, wo es lang geht. Im Grunde genommen nach einem Jahr Schule schwänzen. Das der Staat, also die Gesellschaft und damit die Bürgerinnen und Bürger, vergolden soll. Durch ein üppig dotiertes Bundestagsmandat, vielleicht Staatssekretär, Minister und schliesslich nach wenigen Jahren hochdotierter Staatspensionär.“
2) „Da kommt sichtlich Freude auf…
…nach einem Jahr Aktivist-Sein schon MdB! Für brutto € 10.000,–/Monat müssen andere Leistung erbracht haben. „Klima“ ist also (noch) besser für die persönliche Karriere, als Angestellter des Vereins Mein-Grundeinkommen zu sein.
Nur Greta wird wohl leer ausgehen – sie ist einfach nicht „geschmeidig“ genug für eine solche Karriere.“

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