Eine andere Analyse als die Studie der Bertelsmann-Stiftung

Eine andere Analyse als die Studie der Bertelsmann-Stiftung

Wenn die Eliten nicht umdenken, wird das Volk zurückschlagen

Focus | 30.11.16

Die Wahlen sind eine Abrechnung mit den Eliten. Trump wurde nicht zum Präsidenten gewählt, weil er so ein toller Hecht ist, sondern weil die Menschen es satthaben, dass sich das oberste Prozent der Bevölkerung ausschließlich um sich selbst kümmert und sich bereichert, während der Rest auf der Strecke bleibt und obendrein für dumm verkauft wird. […] Was wir erleben ist ein Wandel. Die Lawine ist ins Rollen gekommen und sie wird immer größer und kann nicht mehr gestoppt werden. Das spüren die Protagonisten in der Politik. Ihre sichere und privilegierte Welt gerät ins Wanken und „die da unten“ agieren anders als zuvor und als gewollt.

Kommentar:

Am 30.11.16 überschlugen sich die Medien fast beim Hinweisen auf die neueste „Studie“ der Bertelsmann-Stiftung: Der Grund für den Zulauf zu den „(rechten) Populisten“ sei die Angst vor den Folgen der Globalisierung – also ein letztlich irrationaler und „grundloser Grund“. Also letztlich Dummheit?
Den Kommentator erinnert das irgendwie an das berühmte „Pfeifen im Wald“. Haben die Etablierten und die selbsternannten Eliten nicht langsam die größere Angst?
Und: Sind „Studien der Bertelsmann-Stiftung“ unsere neue „Heilige Schrift“, die eine geoffenbarte Wahrheit enthält, die man gefälligst zu glauben hat? Dabei sind „Studien“ immer interessengeleitet!
Könnte es nicht sein, dass die Studie eines Wirtschaftsunternehmens die Interessen ihrer Klientel vertritt und deshalb die „Kontrahenten“ unterschwellig ins Abseits stellen will?
Sieht es der oben vorgestellt Focus-Artikel nicht viel realistischer? Urteilen Sie selbst.

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