Pseudo-wissenschaftliche Inquisition?

Pseudo-wissenschaftliche Inquisition?

Universität Marburg lädt Genderkritiker aus

kath.net | 29.03.16

Wegen seiner kritischen Äußerungen zur Genderforschung hat die Philipps-Universität in Marburg den Kasseler Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera ausgeladen. Der 61-jährige Wissenschaftler sollte ursprünglich bei der Veranstaltungsreihe „Studium generale“ am 13. April den Eröffnungsvortrag über den Ursprung des Lebens halten. […] Kutschera lehnt […] die Genderbewegung ab. Dass es angeblich nicht nur Mann und Frau geben soll, sondern zahlreiche unterschiedliche geschlechtliche Orientierungen, hält der Biologe für „Unfug“. Im Genderismus sieht er eine „quasi-religiöse Strömung“, die sich wie ein Krebsgeschwür immer mehr ausbreite und sämtliche Fachgebiete erobere.

Kommentar:

Die Genderbewegung ist offenbar wirklich eine „quasi religiöse Strömung“; denn wer sie nicht gläubig annimmt, wird aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen und exkommuniziert. Und das von einer deutschen Universität, an der doch die Freiheit von Forschung und Lehre ihren Ort haben sollte. Unglaublich.

Der Programmentwurf der AfD für den Parteitag Ende April nimmt unter 8.1.2.zur Gender-Thematik Stellung und fordert:
“GENDER-FORSCHUNG ABSCHAFFEN“ Die Gender-Forschung erfüllt nicht den Anspruch, der an seriöse Forschung gestellt werden muss. Ihre Methoden genügen nicht den Kriterien der Wissenschaft, da ihre Zielsetzung primär politisch motiviert ist. Bund und Länder dürfen daher keine Sondermittel für die Gender-Forschung mehr bereitstellen. Bestehende Genderprofessuren sollten nicht mehr nachbesetzt, laufende Gender-Forschungsprojekte nicht weiter verlängert werden.

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