Qualitätssprung in der CDU?

Qualitätssprung in der CDU?

Sekmen hat jedes Recht, die Grünen zu verlassen – doch ein „Geschmäckle“ bleibt

Focus | 02.07.24

Für Oppositionsführer Friedrich Merz und die CDU ist das wie ein Lottogewinn: Die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Melis Sekmen wechselt von den Grünen zur Union . Ihre Begründung für den Parteiwechsel dürfte im Konrad-Adenauer-Haus helle Freude auslösen. […] Vor allem das neue Grundsatzprogramm der CDU hat es der 30-jährigen gebürtigen Mannheimerin mit türkischem Vater und deutscher Mutter angetan. […]
Sekmen kann damit rechnen, von der Mannheimer CDU als Bundestagskandidatin aufgestellt zu werden. […] Für Sekmen dürfte ein Verbleiben in der Politik schon deshalb wichtig sein, weil sie weder eine abgeschlossene Ausbildung noch – von studentischen Hilfsjobs abgesehen – berufliche Erfahrungen vorweisen kann. […] Der „Tagesspiegel“ schreibt unter Bezug auf Berliner Quellen, Sekmen habe sich im Bundestag „sehr auf ihrem Mandat ausgeruht“. Sie habe deshalb befürchten müssen, nicht mehr aufgestellt zu werden.

Kommentar:

Wer hat mehr zu bieten? Frau Sekmen oder Frau Dr. Weidel? Dazu nur ein kurzer Blick in Wikipedia:
„Alice Weidel wurde in Gütersloh geboren und wuchs als jüngstes von drei Geschwistern in Harsewinkel (Kreis Gütersloh) in Ostwestfalen auf. […] Im Jahre 1998 legte Weidel am Jugenddorf-Christophorus-Gymnasium (heute CJD-Gymnasium) in Versmold ihr Abitur ab.[2] Sie studierte Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und schloss ihr Studium 2004 als eine der Jahrgangsbesten ab.[3] Von Juli 2005 bis Juni 2006 arbeitete sie als Analystin im Bereich Vermögensverwaltung bei Goldman Sachs in Frankfurt.[4][5] Anschließend schrieb Weidel eine Doktorarbeit beim Gesundheitsökonomen Peter Oberender (der Hauptzeichner der Wahlalternative 2013 war, aus der die AfD hervorging) an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Bayreuth über die Zukunft des chinesischen Rentensystems;[6] 2011 wurde sie magna cum laude[7] promoviert.[5][8] Die Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung hatte ihre Promotion gefördert.[9] Für ihren Forschungsaufenthalt in China erhielt sie ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Von März 2011 bis Mai 2013 arbeitete Weidel bei Allianz Global Investors in Frankfurt am Main. Nach einer kurzen Station bei Heristo machte sie sich als Unternehmensberaterin selbständig.[4] In dieser Funktion war sie 2015 kurzzeitig für Rocket Internet und das Start-up Foodora tätig.[10][11][12]

Noch ein Wort zu dem Wikipedia-Beitrag:
Vielleicht haben Sie beim Lesen auch kurz gestutzt und bei sich gedacht: Na, ja, Promotion bei einem Professor, „der Hauptzeichner der Wahlalternative 2013 war, aus der die AfD hervorging.“
Aber bei genauerem Hinsehen stellt man fest: Die Promotion erfolgte schon 2011!
Man sieht wieder einmal, dass man Zusammenhänge schief darstellen kann, ohne zu lügen. Und es zeigt sich auch wieder, dass Schüler (wenigstens am Gymnasium) genaue Textanalyse lernen müss(t)en.

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