Eine nüchterne und ernüchternde Analyse aus der Schweiz

Eine nüchterne und ernüchternde Analyse aus der Schweiz

Die Lebenslüge der EU

Neue Züricher Zeitung NZZ | 06.06.16

Mancher Berufseuropäer scheint die Abspaltung [Brexit] als neuzeitliche Majestätsbeleidigung zu werten. Erneut bestätigt sich in diesen Kreisen der Verdacht, dass dem Stimmvolk nicht zu trauen sei. […] Die Entfremdung zwischen der Brüsseler Elite und der Bevölkerung wächst. Entsprechend schmilzt der Rückhalt für die «Schaffung einer immer engeren Union der Völker Europas», wie dies 1992 im Vertrag von Maastricht als Ziel vorgegeben wurde. Diesen Unmut als Ausgeburt von Populismus und Hinterwäldlertum herunterzuspielen, ist wenig hilfreich und nährt nur den Verdacht einer abgehobenen und sich verselbständigenden EU-Kaste. Nötig ist eine Neuorientierung.

Kommentar:

Sachlich, un-ideologisch, gut.

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