Eine sachliche und nüchterne Analyse aus der Schweiz

Eine sachliche und nüchterne Analyse aus der Schweiz

Die Party ist vorbei – jetzt brechen harte Zeiten an

Neue Züricher Zeitung | 22.07.22

Derzeit findet ein grosses Experiment statt. Die Probanden sind wir; der Mann im weissen Kittel, der fasziniert das Treiben im Labor betrachtet, ist Wladimir Putin. Wie schnell kann sich eine Überflussgesellschaft an den Mangel von Energie, Arbeitskräften und Importgütern anpassen?
Knappheit ist das eine. Das andere ist, mit welchen Narrativen eine Gesellschaft auf Herausforderungen reagiert. Seit der Nahtoderfahrung der Banken im Jahr 2008 entstand im Westen der Irrglaube, mit Geld lasse sich alles richten.
Das zweite Narrativ ist noch grössenwahnsinniger: Die Energieversorgung lässt sich ohne Wohlstandseinbussen komplett umbauen. Zum ersten Mal in der Geschichte schien es möglich, den Kuchen zu essen und ihn zugleich zu behalten. […] In der Pandemie mobilisierten alle Industrieländer gewaltige Summen, um mit Instrumenten wie Kurzarbeitergeld, vorübergehenden Steuersenkungen und Firmenkrediten den Kollaps der Wirtschaft zu verhindern.
Die Rechnung für so viel Grosszügigkeit wird jetzt nachgereicht.

Kommentar:

Klare und nüchterne Analyse aus der Schweiz – lesenswert.
Eine Bestätigung der AfD-Position zum Thema Energie ist auch die Feststellung des Autors: „Damit die Situation nicht ausser Kontrolle gerät, muss man nach jedem moralisch vertretbaren Strohhalm greifen, sofern er eine Stabilisierung verspricht. Fossile Brennstoffe und Atomkraft gehören zu den stabilisierenden Faktoren – und dies noch für lange Zeit.“
Die AfD kommt aber in den Medien nicht vor! Ihr Realitätssinn soll den Menschen verborgen bleiben. Trotzdem liegt sie in aktuellen Umfragen bei 12%!

(90)