Frappierende Nähe zu AfD-Positionen

Frappierende Nähe zu AfD-Positionen

Sahra Wagenknecht: «In einer Demokratie muss man zur Grundlage nehmen, was die Menschen wollen, und nicht, was einige hippe Weltbürger schön finden»

NZZ (Neue Züricher Zeitung) | 14.04.21

Mit ihrem neuen Buch schreckt die deutsche Linken-Politikerin ihre Parteikollegen auf. Sie richte ihre Überzeugung nicht danach aus, was ihr Umfeld von ihr erwarte, sagt Wagenknecht im Gespräch. […]:

 

„Unterschiedliche Flügel gibt es in allen Parteien.
Debatten über Denk- und Sprachverbote gehen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei.
Die Identitätspolitik will nicht Gleichheit, sondern Ungleichheit, sie bläst die Unterschiede zwischen Ethnien oder sexuellen Orientierungen zu bombastischen Gegensätzen auf.
Wer den radikalen politischen Islam kritisiert, wird ganz schnell für islamophob erklärt. Aber jeder fortschrittliche Mensch muss doch diese reaktionäre Strömung im Islam bekämpfen, die den Hass auf die westliche Lebensart, auf Gleichberechtigung oder Homosexuelle predigt.
Es ist doch eine Verharmlosung von echtem Rassismus, wenn man jemanden, der nicht alle Finessen der «woken» Sprachregulierung beherrscht, als Rassisten diffamiert.
In unserer heutigen Welt ist der Nationalstaat als Handlungsinstrument ebenso wenig ersetzbar wie als Instrument des sozialen Ausgleichs.
Offene Grenzen für alle, das ist nicht Solidarität. Echte Solidarität […] würde bedeuten, dass wir eine andere Welthandelspolitik machen oder dass wir die Menschen in vergessenen Flüchtlingslagern […] besser versorgen, aber nicht, dass sich jeder seinen Wohnsitz aussuchen kann.

Kommentar:

Statt eines eigenen Kommentars sei auf die Leserkommentare verwiesen.

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