Frischer Wind in der Politik

Frischer Wind in der Politik

Merkels schleichende Abwahl

Cicero am | 19.09.16

Nach Jahren der Gleichgültigkeit und Apathie erwacht die Demokratie in diesem Land. Die Deutschen politisieren sich. Für Angela Merkel und die CDU ist das kein gutes Zeichen. Der Partei ist das Urvertrauen der Wähler verloren gegangen. […] Mit der Berlin-Wahl ist es damit vorbei. Die beiden Volksparteien müssen schmerzhaft erkennen, dass sie Mieter und nicht Eigentümer dieser Wohnung Deutschland sind. Deren Eigentümer, der Souverän, reißt nun ein Fenster nach dem anderen auf. Und das ist auch gut so, um es mit einem Berliner Bonmot zu sagen.

Kommentar:

Der Chef des Cicero begrüßt zu Recht die Wiederbelebung der Demokratie in Deutschland. Auch der Philosoph Peter Sloterdijk hatte die Bundeskanzlerin ja mit den Worten kritisiert: „Wo Politik war, wird betreutes Dahindämmern.“ Nun werden die Fenster wieder aufgemacht und ein frischer demokratischer Wind weht durchs Land – nicht zuletzt durch die AfD, die auch die meisten Nichtwähler zurück an die Wahlurnen holt.

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