Hat nicht die Mitte der Gesellschaft für Weltoffenheit demonstriert! Und nun das?

Hat nicht die Mitte der Gesellschaft für Weltoffenheit demonstriert! Und nun das?

Beim Thema Schwimmbad offenbart sich die große Angst vor Geflüchteten in bayerischem Dorf

Focus | 06.02.24

Wer am Montagabend nach Warngau kam, merkte sofort, dass es in dem Dorf brodelt: Die einzige und größte Verkehrsader, die Hauptstraße, ist schnell gefüllt mit Bürgerinnen und Bürgern aus dem Dorf und den umliegenden Weilern. Der vor dem Saal des Gasthofs postierte Polizist erklärt um kurz nach 18 Uhr, dass der Saal gefüllt sei und man niemanden mehr hereinlassen könne. „Die meisten sind schon seit halb sechs da“, sagt er lapidar. Zu den wartenden Demonstrierenden gesellen sich auch vier Traktoren und ein kleiner Lkw, an dessen Anhänger eine Deutschlandflagge hängt.
Über dem Eingang hängt ein Banner, das den Unmut gegen das Projekt ausdrückt. Darauf geschrieben: „NEIN zur Asyl-Massenunterkunft in Warngau/Holzkirchen“ Darunter wird ausgeführt, dass eine zusätzliche Unterkunft mit 500 weiteren Asylbewerbern geplant sei. „Insgesamt 750 Asylbewerber überfordern die Region Holzkirchen“, heißt es da. Und weiter: „Es reicht endgültig! 10 Jahre unkontrollierte Massenimmigration nach Deutschland“

Kommentar:

„Große Angst vor Geflüchteten?“ Ein Leser schreibt: „Der Rektor einer Mädchenschule in Regensburg rät den Eltern, ihre Kinder „in Gruppen“ auf den Schulweg zu schicken – aber als die grösste Gefahr in Deutschland gilt die AfD. Muss man drüber nachdenken…“
Frage: Wie lange geht der Krug zum Brunnen?

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