Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi im Deutschlandfunk

Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi im Deutschlandfunk

Muslimische Dachverbände in Deutschland – „Meilenweit von einem aufgeklärten Islam entfernt“

Deutschlandfunk | 02.08.16

Es ist einfach nicht mehr vertretbar zu behaupten, dass der Islam nichts mit dem Extremismus zu tun hat oder dass die Extremisten keine Muslime sind. […] Auch in Deutschland müsse man sich fragen, welcher Islam sich hier etabliert habe. Die muslimischen Dachverbände seien meilenweit von einem aufgeklärten, humanistischen Islam entfernt. […] „Deutsche Dachverbände, wie die Ditib und der Zentralrat der Muslime, vertreten die Interessen ihrer Herkunftsländer, und sie sind unserem Staat nicht loyal gegenüber.“

Kommentar:

Von demselben Islamwissenschaftler stammt auch der folgende Artikel aus der FAZ vom 09.04.14 „Der Islamunterricht ist eine sunnitische Veranstaltung“
https://www.ph-freiburg.de/fileadmin/dateien/fakultaet3/theologie/Islamische_Theologie/Volltextartikel/FAZ-Artikel_Ourghi.pdf
Dort liest man u.a.: „Merkwürdigerweise wird die Islamische Religionslehre in Deutschland ausschließlich nach sunnitischer Prägung erteilt. Daraus folgt, dass Schiiten das Fach studieren, jedoch nicht Lehrer werden können. Schiitische Schüler dürfen jedoch am sunnitischen Religionsunterricht teilnehmen. Die sunnitische Glaubensgemeinschaft propagiert allein ihre Glaubensauffassung und verhindert damit die Etablierung eines humanistischen Islams in seiner pluralen Vielfalt.
Es wäre wünschenswert, dass statt eines rein sunnitischen Religionsunterrichts die in Deutschland vorhandene innerislamische Pluralität auch in der islamischen Religionspädagogik und dem Religionsunterricht an den Schulen Platz fände.“
Finden Sie nicht auch, dass wir viel zu wenig vom „Islam in Deutschland“ wissen?

(1161)