Müsste die Kirche nicht für die AfD werben?

Müsste die Kirche nicht für die AfD werben?

„Fürchtet euch nicht! Schwimmt gegen den Strom! Wählt das Leben!“

kath.net | 22.01.23

Mehr als 100.000 Teilnehmer beim 50sten March for Life in Washington D.C. – Unter den Stargästen die Tochter der Hl. Gianna Beretta Molla und Jonathan Roumie, Jesus-Darsteller aus Serie „The Chosen“ […]
Steve Scalise, der neue Fraktionsvorsitzende der republikanischen Mehrheitsfraktion im Kongress, […] erzählte, dass man jetzt mit der neuen Mehrheitsverhältnissen im Kongress nach nur acht Tagen mit der neuen Mehrheit ein Gesetz verabschieden konnte, mit dem Kinder, die nach ihrer Abtreibung außerhalb des Mutterleibes überleben, medizinisch versorgt werden müssen. Zuvor war dieses Gesetz von dem Demokraten unglaubliche 80 mal im Kongress niedergestimmt worden. […]
Casey, die Trägerin des Downsyndroms ist, […] sagte vor der Menschenmenge ins Mikrophon: „Ich liebe mein Leben. Ich habe das Down-Syndrom. Aber das definiert mich nicht. Ich bin von Gott definiert. Wir sind alle unendlich viel wert, ob geboren oder ungeboren, ob behindert oder nicht.“
Als Überraschungsgast betrat dann eine ganze besondere Frau aus Italien die Bühne: Gianna Emanuela Molla, die Tochter der Hl. Gianna Beretta Molla. Die Heilige aus Italien hatte es 1962 strikt abgelehnt, ihr eigenes Kind abtreiben zu lassen, um ihre Gesundheit zu retten. Gianna Emanuela erzählte, dass sie jeden Tag sich beim lieben Gott für das Geschenk des Lebens bedanke. „Ich wäre nicht hier, wenn ich nicht so sehr geliebt worden wäre.“

Kommentar:

100.000 Teilnehmer, doch der Spiegel spricht von Tausenden. Objektive Berichterstattung?
https://www.spiegel.de/ausland/abtreibungsgegner-demonstrieren-in-washington-a-53231cb9-627d-4cf6-b65e-43e1f97bc836#kommentare

Wie steht die AfD zum Lebensschutz? Ein Blick in das Wahlprogramm 21 zeigt es. Seite 110ff.:
https://www.afd.de/wp-content/uploads/2021/06/20210611_AfD_Programm_2021.pdf
„Ungeborene Kinder haben ein Recht auf Leben. Viel zu oft wird dieses Recht jedoch Zukunftsängsten untergeordnet. Solchen Ängsten will die AfD durch konkrete Hilfen für Familien in allen Lebenslagen vorbeugen […].
Die Gesellschaft muss in Familien, Schule und Medien den Respekt vor dem Leben und ein positives Bild von Ehe und Elternschaft vermitteln. Diesen Bedarf erkennt man daran, dass seit Jah-ren in Deutschland jährlich rund 100.000 ungeborene Kinder getötet werden, was der Zahl der Einwohner einer Großstadt entspricht.
Die verpflichtende Schwangerschaftskonfliktberatung ist in vielen Fällen zu einem formalen Verwaltungsakt verkümmert und befördert eine Bagatellisierung von Abtreibungen. Sie muss stattdessen dem Schutz des Lebens dienen. […]
Schwangerschaftsberatungen müssen mit transparenten Qualitätsstandards und möglichst unter Einbeziehung der Väter durchgeführt werden. Abtreibungen, speziell aus sozialen und familiären Gründen, müssen dabei die Ausnahme bleiben.
Bei der Beratung muss explizit über den Entwicklungsstand der ungeborenen Kinder und mögliche Spätfolgen einer Abtreibung aufgeklärt werden, wie z. B. das Post-Abortion-Syndrom (PAS). […]
Entscheidung über eine Abtreibung muss natürlich bei der Mutter bzw. bei den Eltern liegen, dennoch lehnen wir alle Bestrebungen ab, die Tötung Ungeborener zu Familienpolitik einem Menschenrecht zu erklären.
Wir wenden uns strikt gegen die Kommerzialisierung des Mutterleibes durch bezahlte Leihmutterschaften und gegen die Vermarktung von Gewebe getöteter ungeborener Kinder.

Wenn man das liest, fragt man sich wieder einmal, warum die Kirche ihre Mitglieder vor der AfD warnt.

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