Wieder ein fragwürdiger Erfolg

Wieder ein fragwürdiger Erfolg

„Open Arms“ landet in Lampedusa an – Alle Flüchtlinge dürfen von Bord

Die Welt | 21.08.19

Nach knapp dreiwöchiger Blockade auf dem Mittelmeer hat das Rettungsschiff „Open Arms“ nun doch in Italien anlegen dürfen. Auf Bildern war zu sehen, wie das Schiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms in der Nacht zu Mittwoch im Hafen der italienischen Insel Lampedusa ankam. Nach 19 Tagen „in Gefangenschaft auf dem Deck eines Schiffes“ dürften nun alle 83 Migranten an Bord an Land, twitterte Proactiva Open Arms und zeigte in einem Video jubelnde Menschen.

Kommentar:

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1) „“Die Situation an Bord ähnelt einen libyschen Lager.“ Heisst das in einem libyschen Lager gibt es Psyschologen, Ärzte, Reporter, Kamerateams, NOGos und Vollversorgung. “ Nach 3 wöchiger Blockade auf den Mittelmeer …“ Das Schiff war nicht blockiert es hätte überall hinfahren können, nach Nordafrika, Spanien, Frankreich usw. nur Italien hat abgelehnt.“

 

2) „Ich seh nur Männer im besten Alter und gut ernährt.“

 

3) „In der Tat, früher hat man sich Flüchtlinge etwas demütiger und armseliger aussehend vorgestellt. Ich denke, viele waren es auch. Die offene Frage ist, in welchem zeitlichen Abstand wie viele Migranten aus Richtung Afrika „die Fäuste“ triumphierend „in die Höhe recken“ werden und in Aufnahmestaaten länger versorgt werden. Sollte sich die aus meiner Sicht politisch-moralische Erpressung der NGOs als erfolgreich erweisen oder gar noch die EU offiziell in das Unternehmen „Seenotrettung“ einsteigen (die Tagesschau hat ja auch bereits angedeutet, dass Handelsschiffe Menschen aus Schlauchbooten zu retten haben …), dürfte sich Europa langfristig verändern, und ich bin nicht sicher, ob ich mich darauf freue. Eine vernünftige Politik muss sich gerade angesichts des gigantischen Bevölkerungswachstums in Afrika (Verdopplung bis 2050) auf Maßnahmen vor Ort konzentrieren, anstatt im Sinne des UN-Migrationspaktes schwerlich enden wollende Migrationsbewegungen gen Europa „zu managen“.

 

4) „Schon interessant was Open Arms für eine politische Agenda verfolgt. Eigentlich ist es ja Wurst, ob die Menschen via Italien oder via Spanien nach Deutschland kommen. Aber der Widerstand Salvinis muss unbedingt gebrochen werden. Das Leid der Menschen spielt dabei offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle.“

 

5) „Italien hat strikt, ausreichend vorher, und mehrfach klar gemacht, dass ein Einlaufen in italienische Gewässer bzw. ein dortiges Anlanden nicht akzeptiert und unzulässig ist. Gegen diese klare Regelung haben die „Open Arms“-Skipper sehenden Auges verstoßen. Ich gehe so weit zu sagen, dass sie die aufgenommenen Menschen an Bord ihres Schiffes sozusagen in „Geiselhaft“ genommen haben, um politischen und moralischen Druck zur Durchsetzung ihrer Ziele zu schaffen… Nämlich der Durchführung irregulärer Migration nach Europa.“

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