„Das neue deutsche Arbeitsideal? Sommerfrische an der Ostsee.“

„Das neue deutsche Arbeitsideal? Sommerfrische an der Ostsee.“

Heraus zum faulen 1. Mai – wie die Deutschen das Arbeiten verlernen

Neue Züricher Zeitung (NZZ) | 01.05.24

„Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit“ – unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund zu seinen diesjährigen Kundgebungen am 1. Mai im ganzen Land auf. Einerseits hat es schon sprachlich eine leichte Ironie, wenn man am arbeitsfreien «Tag der Arbeit» mehr Freizeit verlangt. Andererseits waren bessere Arbeitsbedingungen – zum Beispiel die 40-Stunden-Woche oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – immer Gegenstand gewerkschaftlicher Forderungen. […]
In der Zeit der deutschen Massenarbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts lautete das wichtigste Thema der Gewerkschaften: «Arbeit schaffen!» Diese Maxime wurde abgelöst durch die Forderung nach der «guten Arbeit». Inzwischen ist man bei «mehr Freizeit» angekommen. […] Nur: Was individuell erfreulich sein mag, ist volkswirtschaftlich gefährlich. […] Deutsche Politiker müssten sich daher dringend Gedanken darüber machen, wie sie alle zu mehr Arbeit und zu weniger Freizeit motivieren können – die verhandlungsstarken Berufseinsteiger, die mittleren Jahrgänge und auch diejenigen, die mit der Frühverrentung flirten.

Kommentar:

Die Leserkommentare liefern viele unterschiedliche Gedanken zur angesprochenen Thematik und sind daher gute Beiträge für die eigene Meinungsbildung.
Was aber nicht als ernsthaftes Problem angesprochen wird: die Rolle der Erziehung in Schule und Elternhaus, die Bedeutung des „Forderns“ für das „Fördern“, Einsatz- und Leistungsbereitschaft, Erziehung zu Ausdauer und Frustrationstoleranz.

Hier noch ein weiterer Artikel zum Thema aus DIE TAGESPOST vom 01.05.24
Wir müssen mehr arbeiten!
https://www.die-tagespost.de/leben/wirtschaft/wir-muessen-mehr-arbeiten-art-250776?wt_mc=o.email…newsletterDate=2024-05-01.newsletterId=3

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