Der nette Herr Ramelow? – Eine etwas andere Sicht auf den Linken

Der nette Herr Ramelow? – Eine etwas andere Sicht auf den Linken

Ramelows willige Helfer

Cicero | 05.03.20

Und der Sieger ist – Bodo Ramelow. […] Obwohl seine rot-rot-grüne Koalition abgewählt worden war, hat sich der Linke monatelang als Inbegriff des von höheren Mächten ausersehenen Regenten inszeniert.
Die 31 Prozent seiner Partei verkauft er – unter tätiger Mithilfe der meisten Medien – als faktisch 51 Prozent. Als sich CDU und FDP darauf einließen, mit Unterstützung der AfD einen FDP-Mann auf den Thron zu heben, gab sich Ramelow als Opfer eines Staatsstreichs von rechts. Seine Botschaft: Falls die CDU ihm nicht unverzüglich wieder zu Amt und Würden verhelfe, drohten eine Staatskrise und das Ende der Demokratie. […]
Am Morgen des Wahltages […] gab er die Parole aus, die CDU solle sich enthalten, was diese in drei Wahlgängen brav befolgte. […] Ob irgendeinem der 21 CDU-Abgeordneten eigentlich aufgefallen ist, wer sie hier lobte? Nämlich der prominente Repräsentant einer Partei, in der die Forderung, die Superreichen wahlweise zu ermorden oder ins Arbeitslager zu stecken, erst zum internen Nachdenken führte, als die Welle öffentlicher Empörung nicht mehr negiert werden konnte. Derselbe Bodo Ramelow dient denselben Linken als quasi bürgerliches Feigenblatt, die in ihrer Bundestagsfraktion acht Linksradikale dulden, davon drei an führenden Positionen. Soviel zu den neuen, scheindemokratischen Kleidern der ehemaligen Stasi-Partei.

Kommentar:

1) Danke, Herr Müller-Vogg, für den ausdrücklichen Hinweis, dass DIE LINKE in ihrer Bundestagsfraktion acht Linksradikale“ duldet, „davon drei an führenden Positionen“. Wer weiß das schon, wenn die Medien es nicht transportieren?
2) Eins muss man Herrn Ramelow lassen: Taktieren kann er! So auch hier:
https://www.sueddeutsche.de/politik/ramelow-afd-thueringen-1.4834648
Ramelow wählt AfD
• In Thüringen wird der AfD-Politiker Kaufmann zu einem von fünf Landtagsvizepräsidenten gewählt – auch vom linken Ministerpräsidenten Ramelow.
• Er habe mit seiner Stimme den Weg frei machen wollen „für die parlamentarische Teilhabe, die jeder Fraktion zugebilligt werden muss“.
• Die AfD hatte zuvor angekündigt, Personalvorschläge für die Wahlausschüsse von Richtern und Staatsanwälten so lange zu verweigern, bis die Wahl eines Vizes gelinge.

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