Dieser Artikel ist ein „Muss“ für jeden, der für die Meinungsfreiheit kämpfen will

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Und täglich grüsst der «Klimaleugner» –- ARD und ZDF auf dem Weg zum Wahrheitsministerium

NZZ | 14.08.23

In Deutschland wächst seit Jahren der Unmut über den öffentlichrechtlichen Rundfunk, der betreutes Denken als objektiven Journalismus verkauft. […] Die Belehrung durch den öffentlichrechtlichen Rundfunk ist mittlerweile Programm. Das «Monitor»-Magazin des WDR präsentiert derzeit auf Instagram «verharmlosende Klimasprache» und liefert «Alternativbegriffe». «Klimawandel» etwa klingt nach Meinung der dortigen Redaktion zu sehr wie ein «sanfter, natürlicher Prozess» und nicht so «heftig, gefährlich und menschengemacht» wie «Klimakrise». «Erderwärmung» hört sich zu «angenehm und positiv» an, wie wäre es also mit «Erderhitzung»? Und der «Klimaleugner» ist dem «Klimaskeptiker» vorzuziehen, weil dieser – man muss das jetzt nicht verstehen – «Nachdenken» suggeriere. Bitte nicht nachdenken, sondern nachplappern? Vielen Dank auch. […]
Die Frage nach journalistischer Redlichkeit kam bereits in diesem Frühjahr auf, als der MDR den Bericht über einen von der Polizei in Gewahrsam genommenen Klimakleber auf der Tonspur mit Schreien unterlegte, wo der Aktivist sich aber in Wahrheit normal mit dem Polizisten unterhalten hatte. […]
Bis zum Ministerium für Wahrheit in George Orwells „1984“ scheint es hier nicht mehr allzu weit.

Kommentar:

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Er bestätigt eindrucksvoll, was der frühere WDR-Intendant (!) Fritz Pleitgen schon 2019 in einem Interview mit dem Handelsblatt formuliert hat:
„In vielen wichtigen Fragen beobachte ich eine homogene Berichterstattung. Alle marschieren in eine Richtung, nicht selten im Einklang mit der vorherrschenden Meinung in der Politik. Bedenk-lich!“
„Um [die Meinungsvielfalt] zu bewahren, ist nicht zuletzt der öffentlich-rechtliche Rundfunk gefordert. Homogene Berichterstattung, wie wir sie bei Themen wie Griechenland, Lokführer-Streik, Russland, Brexit und auch Trump erlebt haben und erleben, ist der schleichende Tod der Demokratie.“
Zum Schluss nur ein Leserkommentar:
„Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen außer vielleicht ein kleines Gedicht von Eugen Roth, das sich wunderbar auf den sich ärgernden, aber letztlich doch resigniert schweigenden Konsumenten des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks beziehen lässt:
‚Ein Mensch erhofft sich fromm und still,
daß er einst das kriegt, was er will.
Bis er dann doch dem Wahn erliegt,
und schließlich das will, was er kriegt.‘

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