Ein Beispiel für guten Journalismus

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Flüchtlingspolitik: Die Grenzen des Guten

Die Zeit | 18.10.15

Dabei gibt es eine simple Alternative, die auch ordentlich Druck von den deutschen Grenzen nehmen würde. Seit Jahren fordern Menschenrechtler und Flüchtlingshelfer das sogenannte Botschaftsasyl. Die Logik dahinter: Menschen, die Asyl beantragen wollen, sollen sich nicht erst auf eine Reise nach Europa machen müssen, die viele Leben kostet und eine kriminelle Schlepperindustrie reich macht, sondern Asyl in einer heimatnahen EU-Botschaft beantragen können. Andere Staaten, Kanada etwa, kennen solche Regeln. Deutschland kennt sie nicht.

Kommentar:

Ein sehr lohnender Artikel, der viele Aspekte beleuchtet.
Nur eine kritische Anmerkung:
Wenn die Autoren vom „Botschaftsasyl“ sagen, „andere Staaten, Kanada etwa, kennen solche Regeln. Deutschland kennt sie nicht.“, dann ist das nur bedingt richtig. Es handelt sich um eine Maßnahme, die von der AfD in ihrem Thesenpapier von September 2015 ausdrücklich gefordert wird. Da die AfD und ihre Inhalte aber in der Presse weitestgehend totgeschwiegen werden (der Zeit-Artikel ist ja auch ein Beispiel dafür), kennt Deutschland sie natürlich nicht.

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