Eltern aufgepasst: Widerstand nur von der AfD

Eltern aufgepasst: Widerstand nur von der AfD

Kinder vor der Genderideologie schützen

Die Tagespost | 03.09.16

In Sachsen-Anhalt hat die Sexualaufklärung für Kindergartenkinder und Grundschüler Kritik hervorgerufen. Laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung hat das Ministerium für Justiz und Gleichstellung 2.000 Broschüren zur sexuellen Vielfalt und alternativen Familienmodellen an Kitas und Grundschulen verteilt. […] Auch soll ein „sogenannter Kita-Koffer mit verschiedenen Materialien zum Thema und der Besuch von externen Beratern einschlägiger Organisationen zum Thema Geschlechtervielfalt“ geplant sein. […] „Sexuelle Identität“ soll als „verbindlicher Unterrichtsbestandteil“ in Religion, Ethik und Biologie aufgenommen werden. „In jedem anderen Fach, wie etwa Geschichte, Deutsch und Mathematik soll das Thema auch Berücksichtigung finden.“

Kommentar:

Die AfD hat dazu in ihrem Parteiprogramm von April/Mai 2016 eine klare Gegen-Position eingenommen:
„Die Gender-Ideologie und die damit verbundene Frühsexualisierung, staatliche Ausgaben für pseudowissenschaftliche „Gender-Studies“, Quotenregelungen und eine Verunstaltung der deutschen Sprache sind zu stoppen. Gleichberechtigung muss wieder Chancengleichheit bedeuten.
Viele der im Bereich des „Gender-Mainstreamings” vertretenen Ansichten widersprechen den Ergebnissen der Naturwissenschaft, der Entwicklungspsychologie und der Lebenserfahrung. Wir wenden uns daher gegen jede staatliche Förderung von „Gender-Studies“.
Die Gender-Ideologie marginalisiert naturgegebene Unterschiede zwischen den Geschlechtern und wirkt damit traditionellen Wertvorstellungen und spezifischen Geschlechterrollen in den Familien entgegen. Das klassische Rollenverständnis von Mann und Frau soll durch staatlich geförderte Umerziehungsprogramme in Kindergärten und Schulen systematisch „korrigiert“ werden. Die AfD lehnt diese Geschlechterpädagogik als Eingriff in die natürliche Entwicklung unserer Kinder und in das vom Grundgesetz garantierte Elternrecht auf Erziehung ab. Ebenso fordert die AfD, keine Frühsexualisierung in Krippen, Kindergärten und an den Schulen zuzulassen und die Verunsicherung der Kinder in Bezug auf ihre sexuelle Identität einzustellen.“
Parteiprogramm Nr. 8.3, Seite 55
https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf
Wichtig sind auch die grundsätzlichen Gedanken am Ende des Artikels der Tagespost:
„Vor unseren Augen spielt sich der Übergang vom Rechtsstaat zum Gesinnungsstaat ab. Der Rechtsstaat forderte Gesetzestreue ein. Der Gesinnungsstaat fordert die vermeintlich richtige Weltanschauung von den Bürgern, was bei uns mit sanftem Druck geschieht. Und hier liegt das Elend dieser ganzen Gleichstellungspolitik. Grundsatz eines freiheitlichen Rechtsstaates ist es, Denken und Mentalität der Bürger zu achten. Ein Rechtsstaat soll die Einhaltung von Gesetzen durchsetzen. Und idealerweise sollten diese Gesetze auf dem Naturrecht beruhen. Doch wenn der Staat das Innere der Bürger regieren will, schränkt er die Freiheit ein.“

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