Es stinkt zum Himmel, aber es stört keinen wirklich?

Es stinkt zum Himmel, aber es stört keinen wirklich?

Unrücktretbar

t-online.de | 01.03.23

Es ist der 1. März 2023 und Manuela Schwesig ist trotz ihrer Russland-Verstrickungen noch immer SPD-Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Es besteht wenig Hoffnung, dass sich das in nächster Zeit ändert. Das beschädigt nicht nur die Bundesrepublik und das Vertrauen in die Politik. Es sagt auch viel über ihre Partei aus. Denn Schwesig darf sich sicher fühlen: Nicht nur ihre Wähler im Nordosten sind ihr treu ergeben, die sozialdemokratische Parteispitze demonstriert die große Eintracht mit der stets gefeierten Nachwuchshoffnung. Ob Bundespräsident, Bundeskanzler oder Kanzleramtschef: Man geht auf Tuchfühlung, nicht auf Distanz. Schwesigs politische Karriere scheint gesichert. Es ist ein Trauerspiel. […] Würde sie fallen, stünde sofort die Frage im Raum, warum sie gehen muss, Steinmeier und Scholz und zahlreiche andere in Verantwortung aber nicht.

Kommentar:

Und wieder fehlen einem die Worte und man fragt sich wieder, warum die Deutschen sich das alles gefallen lassen und weiter Parteien wie die SPD wählen. Es handelt sich ja nicht mehr nur um Einzelfälle, bei denen früher ein Rücktritt der Verantwortlichen selbstverständlich gewesen wäre.
Die etablierten Parteien verteufeln die AfD als „undemokratisch“ und nennen sich selbst „demokratisch“, sind aber weniger auf das Wohl des Volkes (demos – das Volk) bedacht als auf den Erhalt der eigenen Macht. So schafft man Politikverdrossenheit – aber das ist ihnen wohl egal.
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„Verbrannte Akten nähren Verdacht – Rus-sen-Millionen nicht mal versteuert? Schwesig versinkt im Gazprom-Skandal“
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