Hoffentlich werden die Steuerzahler endlich wach

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Fünf Gründe, warum die Griechen-Rettung gescheitert ist

Die Welt | 24.05.16

Vor knapp einem Jahr einigte sich Europa auf neue Griechen-Hilfen. Der IWF zieht nun eine desaströse Bilanz. Und verlangt einen Kurswechsel, der deutschen Steuerzahlern kaum vermittelbar sein dürfte.

Kommentar:

Unsere ach so kompetenten Bundestagsmitglieder haben die ganze Entwicklung bewusst geschönt (Zum Beleg werden auf den folgenden Seiten noch einmal Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2012 bereitgestellt). Nur einige wenige Abgeordnete wie Wolfgang Bosbach hatten den Mut, dagegen zu argumentieren und dagegen zu stimmen. „Mut zur Wahrheit“ hat auch die AfD verlangt, und das schon im Bundestagswahlkampf von 2013 (Sie wurde dafür als die Partei der „Euro-Hasser“ tituliert bzw. diffamiert). Hier der Beleg aus dem Flyer des Rheinisch-Bergischen-Kreises von 2013:
* Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.
* Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.
* Wir fordern eine Änderung der Europäischen Verträge, um jedem Staat ein Ausscheiden aus dem Euro zu ermöglichen. Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen.
* Wir fordern, dass Deutschland dieses Austrittsrecht aus dem Euro erzwingt, indem es weitere Hilfskredite des ESM mit seinem Veto blockiert.
* Wir fordern, dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, HedgeFonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.
* Wir fordern, dass hoffnungslos überschuldete Staaten durch einen Schuldenschnitt entschuldet werden.
* Wir fordern ein sofortiges Verbot des Ankaufs von Schrottpapieren durch die Europäische Zentralbank. Inflation darf nicht die Ersparnisse der Bürger aufzehren.
Fazit: Der Wahnsinn ist weiterverfolgt worden – abgenickt durch den Bundestag. Der von der WELT angesprochene Kurswechsel dürfte den Deutschen die Augen öffnen und „kaum vermittelbar“ sein. Und davor haben die Parteien Angst.

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