Klare und notwendige Kritik an der „modernen“ Schulpolitik

Klare und notwendige Kritik an der „modernen“ Schulpolitik

„Deutschland ist auf dem Weg in die Inkompetenz“

Handelsblatt | 01.03.16

„Man muss nur wissen, wo es steht“: Bildungsexperte Hans-Peter Klein kritisiert die Kompetenzorientierung der Bildungspolitik. Das Ziel sei die Hochschulreife für jeden, der einen Text lesen und verstehen kann. […] Wer nichts mehr weiß, der kann auch nichts und ist zudem darauf angewiesen, dass andere ihm sagen, was richtig ist. Das ist der vorgezeichnete Weg in die Unmündigkeit, den wir eigentlich spätestens seit Immanuel Kant längst hätten verlassen sollen.

Kommentar:

Sind nicht schon heute viele Menschen „darauf angewiesen, dass andere ihnen sagen, was richtig ist?“ Und reagieren Medien und Politik nicht bereits darauf, wenn sie meinen, Menschen plakativ belehren zu müssen, wer und was gut oder böse ist? (z.B. Gabriel: „Pack“ – z.B. Schäuble: „Die AfD ist eine Schande für Deutschland“)
In dieser Presseschau war in anderem Zusammenhang schon einmal zu lesen:
Es gibt Journalisten, die meinen, man müsse „den anderen das Denken abnehmen“, besonders den Dummen. Wie anders soll man sonst den Satz verstehen: „Wir sehen durchaus die Notwendigkeit, eine noch junge Partei wie die AfD „für die Menschen einzuordnen“?
Wir meinen: Jeder öffentlich-rechtliche Sender soll die Bürger informieren, ihnen aber nicht „die richtige“ Einordnung liefern. („Manchmal seien Begriffe wie „rechtspopulistisch“, „liberal“, „totalitär“ oder „sozialistisch“ notwendig, um ein Ereignis dem Publikum verständlich zu machen und die Einordnung zu erleichtern.“) Wir meinen: Denken können die Menschen selbst, wenn auch nicht immer in die Richtung, die andere von ihnen erwarten.

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