Kritik eines ernst zu nehmenden Katholiken

Kritik eines ernst zu nehmenden Katholiken

„Realitätsverweigerung der katholischen Bischöfe in der Auseinandersetzung mit dem Islam“

kath.net.de | 04.11.20

„Höchste Zeit, dass wir unser Land, unsere Mitmenschen und Religion zu schützen bereit sind. Dass betende Katholiken in katholischen Kirchen geköpft werden, muss höchste Alarmstufe auslösen.“ Gastkommentar von Ministerpräsident a.D. Werner Münch. […]
Das Geschwafel der Politiker nach solchen Attentaten ist längst unerträglich geworden. Dass sie „erschüttert“ und „empört“ sind, wissen wir inzwischen ebenso gut wie wir ihre Weigerung für konkrete politische Maßnahmen kennen. Angela Merkel z. B. zu Wien: „Der islamistische Terror ist unser gemeinsamer Feind. Der Kampf gegen diese Mörder und ihre Anstifter ist unser gemeinsamer Kampf.“ Dann kamen noch die salbungsvollen Worte anderer Politiker hinzu, dass ihre Gedanken und ihr Mitleid bei den Opfern und ihren Angehörigen sind. Von den Opfern und Angehörigen der Ermordeten des Anschlags auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin wissen wir, wie ernst diese Worthülsen gemeint sind.
Und warum passiert das alles? Weil die Außengrenzen in anderen EU-Ländern und bei uns offen sind, weil ohne Unterschied Migranten, Flüchtlinge und Asylanten zu uns kommen ohne Pass und ernst gemeinte Prüfung ihrer Identität, weil selbstverständlich hingenommen wird, dass Tausende ihren Pass, aber nicht ihr Handy verloren haben, weil die weit über 1000 Gefährder in Deutschland und gefährliche Salafisten herumlaufen, von denen man oft gar nicht weiß, wo sie sich aufhalten und die im allerschlimmsten Fall unter Bewährung eine Haftstrafe antreten, die für sie nach kurzer Zeit beendet wird, weil sie sich angeblich vom Islamismus losgesagt haben und das damit beweisen, dass sie kurz nach ihrer Entlassung mit Sturmgewehr, Pistole und Machete wahllos andere Menschen töten, die ihnen nie etwas getan haben, weil die Führungen in Politik und Kirche um das Wort Islam einen wohlwollenden Bogen machen und weil sie Schweigen einer klaren Information der unzureichend informierten Öffentlichkeit bevorzugen.
Die Beruhigungspillen sind inzwischen sehr wirksam, nachdem man sich viel klarer auf Attentate von „rechts“ konzentriert hat, die besser ins eigene Weltbild und ins politische Programm passen. […]

 

Und was tut die katholische Kirche in Deutschland? Sie zeichnet sich aus durch Schweigen oder Stammeln. Nach dem schrecklichen Attentat in Nizza nahm der Vorsitzende der DBK, der Limburger Bischof Georg Bätzing, in seiner Presseerklärung das Wort Islam oder Islamismus nicht in den Mund. Und nach den Morden in Wien wird es nicht besser: „Wir brauchen ein Ende der Gewalt. Wir brauchen ein Ende des Hasses. Wir brauchen Religionen, die das verwirklichen, was sie versprechen: Frieden stiften“, erklärte er. Warum spricht er nicht vom Christentum, das diesen Frieden stiftet, aber nicht der Islam? Warum spricht er nicht davon, dass dieses Attentat auch ein Angriff auf das Christentum war. Und warum spricht er nicht davon, dass wir noch eins brauchen, was wichtig ist, und was wir nicht vergessen wollen: Wir brauchen den Amtsverzicht und Rücktritte einiger Bischöfe!! […]
Hoffentlich begreift unsere Kirche endlich, dass Realitätsverweigerung die Probleme nicht löst und die Kirche zur Bedeutungslosigkeit herabsinken lässt. Sie ist bereits auf dem besten Wege dazu. Stattdessen sollte sie ihren Missionsauftrag erfüllen nach der Zuversicht: „Christus vincit“.

Kommentar:

Professor Münch ist nicht irgendwer, wie der Artikel am Ende belegt:
„[Er] war von 1973 bis 1978 Rektor der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland. Als CDU-Politiker gehörte er von 1984 bis 1990 dem Europäischen Parlament an. 1990 bis 1991 war er Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, von 1991 bis 1993 ebenda Ministerpräsident. 2009 trat er aus der CDU aus. Der Politikwissenschaftler ist Kuratoriumsmitglied und Schirmherr des Forums Deutscher Katholiken.“

(190)