Kritischer als die Überschrift vermuten lässt

Kritischer als die Überschrift vermuten lässt

Keine Angst vor Moschee und Minarett

FAZ | 27.05.16

Lässt sich eine Religion überhaupt integrieren, die bislang, tauchte sie in der europäischen Geschichte auf, nicht als Bestandteil, sondern als Herausforderung, als Bedrohung wahrgenommen wurde und sich auch selbst in radikalen Teilen bis heute so versteht? […] Da aber nun schon Millionen Muslime hier leben – haben wir eine Wahl? Ist es noch die Frage, ob es gelingen kann? Muss es nicht gelingen? Aber wenn nicht: Wo soll das alles enden?

Kommentar:

Theoretisch sind die Überlegungen sicher bedenkenswert, doch stellt der Verfasser selbst fest, dass das Gelingen in der Realität entscheidend (!!!) von folgender Bedingung abhängt: „[dass] dieser Staat seine Autorität nicht verliert und keine Scheu hat, sich dem Vorwurf der ‚kulturellen Diktatur‘ auszusetzen. Dazu gehört allerdings, dass er die Auseinandersetzung mit einem autoritären Islam durchaus als Machtkampf zu begreifen hat.“
Und warum verteufelt man dann die AfD? Die AfD stellt fest, dass der Staat seine Autorität verliert und hat keine Scheu, sich in einem Machtkampf dem Vorwurf der kulturellen Diktatur auszusetzen. Dies aber ist – nach dem Kommentar in der FAZ – die entscheidende Bedingung für das Gelingen der Integration.
Also: Gut, dass es die AfD gibt. Gut, dass das immer mehr Menschen realisieren.

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