Man kann nur Gefahren vermeiden, die man kennt.

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Belgien : Molenbeek, wieder einmal

Die Zeit | 16.11.15

Die belgische Journalistin Hind Fraihi recherchierte schon Mitte der nuller Jahre undercover in Molenbeek. Sie fand „einen separatierten muslimischen Staat, wo Belgien sich manchmal weit weg anfühlt“ […]. Fraihi, selbst gläubige Muslimin, beobachtete auch, dass religiöse Extremisten moderaten Muslimen zunehmend ihre Vision des Islam aufzwängten. Unverschleierte muslimische Frauen seien in Molenbeek beschimpft, bespuckt und als Abtrünnige verachtet worden. Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund hingegen habe man nicht mehr „Belgier“ genannt, sondern „Ungläubige“.

Kommentar:

Viele Menschen in Deutschland haben keine Angst vor Flüchtlingen. Sie haben aber zunehmend Zweifel, dass es gelingen kann, die große und noch immer wachsende Zahl von „Flüchtlingen“ – sehr viele sind noch nicht einmal mit Namen bekannt – so zu integrieren, dass es keine Verhältnissen wie in Molenbeek geben kann. Nur deshalb fordern sie – wie die AfD – die Zahl der „Flüchtlinge“ zu begrenzen, die teilweise chaotische „Zuwanderung“ ohne Registrierung zu beenden und die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen. Unkontrollierte und unkontrollierbare Parallelgesellschaften wären eine permanente Bedrohung unserer offenen und freien Gesellschaft und – das Beispiel Belgien zeigt es – Nährboden für jede Form von Extremismus und Terrorismus.

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