Manipulation durch „Beschwichtigung“?

Manipulation durch „Beschwichtigung“?

Wahrheit oder Beschwichtigung?

BILD | 12.03.17

Terrorakte werden neuerdings in der deutschen Amtssprache immer häufiger überzuckert. Auf „psychische Probleme“ des Täters wird dabei verwiesen. Das unausgesprochene, aber leicht erkennbare Motiv lautet dabei: Bloß keine Politik. Bloß keine Beunruhigung der Bürger. Bloß keine Gedankenbrücke zu Nahost oder gar zum Islam. Besser Beschwichtigung als Wahrheit. Die Allgegenwärtigkeit der Terrorgefahr soll heruntergespielt werden.

Kommentar:

Warum redet man in der Politik (zwar immer weniger?) vom „mündigen“ Bürger, wenn man ihn in der Praxis aber durch manipulierende Wortwahl zu „entmündigen“ versucht? Soll er „die Wahrheit“ nicht erfahren? Hat man etwa Angst vor dem mündigen Bürger?

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