Oppermann fordert Merkel indirekt auf „am rechten Rand zu fischen“

Oppermann fordert Merkel indirekt auf „am rechten Rand zu fischen“

Oppermann geht auf Merkel los: „Konservative haben in CDU keine politische Heimat mehr“

Focus | 03.01.16

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Mitschuld am Erstarken der AfD. „Bodenständig Konservative haben in der CDU keine politische Heimat mehr“, so der SPD-Politiker. Der Zulauf für die AfD liege vor allem daran, dass der Staat in der Flüchtlingskrise ein hilfloses und chaotisches Bild abgegeben habe.

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Kommentar:

Wie groß muss die Angst der Etablierten vor der AfD sein!
Man glaubt es kaum: Nun geht der SPD-Fraktionsführer auf die CDU-Kanzlerin los und wirft ihr vor, den „bodenständigen Konservativen“ keine Heimat mehr zu bieten.
Übersetzen könnte man das auch so: Oppermann wirft Merkel vor, zu wenig „rechts“ zu sein, den „rechten Rand“ zu vernachlässigen und zu wenig „am rechten Rand zu fischen“! Damit behauptet er auch (zu Recht), dass viele „bodenständige Konservative“ zur AfD gewechselt sind und wechseln. Damit widerspricht er gleichzeitig Schäuble und anderen aus der eigenen Partei, die AfD-Mitglieder/Wähler unverschämt diffamieren wie z.B. als „Dumpfbacken“.
Außerdem tut wieder einmal ein SPD-Spitzenfunktionär so, als sei die SPD nicht Mitglied der Regierung, und auch der Satz „dass der Staat in der Flüchtlingskrise ein hilfloses und chaotisches Bild abgegeben habe“, ist ein großes Ablenkungsmanöver von der eigenen Mitverantwortung und demnach auch vom eigenen Versagen. Nach Oppermann hat nämlich nicht die Regierung versagt, also neben Merkel mindestens auch Gabriel als Vizekanzler, nein, „der Staat“ hat versagt!
Frage an Oppermann: Wer ist der Staat? Unterschwellige Antwort von Oppermann: Merkel ist der Staat! Das erinnert (zu Recht?) an Ludwig XIV.: „Der Staat bin ich.“ Passt das nicht irgendwie?

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