Schulz und die Flüchtlingsproblematik

Schulz und die Flüchtlingsproblematik

„Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold“

Rhein-Neckar-Zeitung | 11.06.16

Während die Identität eines Menschen früher, „als ich Kind war“, häufig eng an ein geografisch begrenztes Gebiet geknüpft gewesen sei, fühlten viele junge Menschen heute ganz anders: „Sie haben eine Heimat der vielen Orte.“ Für Schulz bedeuten Heimat und Identität heute vor allem das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Wertegemeinschaft. „Doch dieses Gefühl wächst erst langsam in uns.“ Mitten hinein in diesen Wandel sei nun die riesige Herausforderung gekommen, über eine Million Menschen aufzunehmen, die ihrerseits ihre Heimat verloren haben.
Manche meinen, Europa abzuschotten, sei die richtige Antwort. „Es ist die Lösung, die die Populisten des 21. Jahrhunderts in den kalten Nachthimmel schreien, nachdem sie die Fahnen ihrer Großväter aus dem Keller geholt haben.“ Doch es sei natürlich ein Irrglaube, dass Heimat etwas homogenes Ganzes sei, das man gegen Eindringlinge schützen muss.

Kommentar:

Zu Schulz‘ Äußerungen mag man stehen, wie man will – nur kennen sollte man sie, um ihn einschätzen zu können.

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