SWR verweist auf Staatsvertrag: Verpflichtung zu Objektivität und Überparteilichkeit

SWR verweist auf Staatsvertrag: Verpflichtung zu Objektivität und Überparteilichkeit

Parteien streiten über Boykott der AfD

Handelsblatt | 14.01.16

In Baden-Württemberg ist ein Streit über eine mögliche TV-Debatte vor der Landtagswahl unter Teilnahme der AfD entbrannt. Der SWR hält sich die Option offen. SPD und Grüne lehnen das ab. In der CDU ist man sich uneins.

Kommentar:

Falls Kretschmann und Schmid als „echte Demokraten“ nicht kommen wollen, dann sollen sie eben wegbleiben. Die Wähler werden sich schon ihren Reim darauf machen.
Frage:
Warum nutzen die beiden ihre Chance nicht, dass die AfD-Vertreter öffentlich ein schlechtes Bild abgeben?
Antwort:
Weil sie offenbar Angst gaben, dass die AfD-Vertreter öffentlich ein gutes Bild abgeben und dass die Zuschauer erkennen: Die AfD ist nicht „eine Bande von Zynikern und geistigen Brandstiftern“ (Oppermann), von „Dumpfbacken“ (Schäuble), „Rechtsradikalen“ (Gabriel) und „nicht normalen Menschen und Antidemokraten“ (Güllner). In der AfD sind besorgte Mitmenschen, die noch in politischen Alternativen denken können und wollen.

In der CDU scheinen das gerade wieder einige Bundestagsabgeordnete neu lernen zu wollen. Aber was soll man von Volksvertretern halten, die noch im Dezember eine Kanzlerin bejubelt haben, deren Politik sie wenig später – aus Angst vor der Basis/dem Volk und vor Machtverlust – laut und deutlich in Frage stellen?

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