Unbedingt lesen und weitergeben!!!

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Monika Maron – Links bin ich schon lange nicht mehr

Neue Züricher Zeitung NZZ | 01.07.17

Also doch wieder Merkel. Aber warum soll ich überhaupt wählen, wenn ich das einzig mögliche Ergebnis nicht gewählt haben will? Was ist das für eine Wahl, in der ausser einem klitzekleinen Koalitionspartner nichts zur Wahl steht? In dieser bevorstehenden Wahl kulminiert das Verhängnis der letzten Legislaturperioden, zuerst die CDU im Bündnis mit einer entgleisten FDP, auf das die grosse Koalition folgte und ein Parlament ohne Opposition und Rückgrat hervorbrachte. Es war sogar noch schlimmer: Wenn die eigene Partei der Kanzlerin die Gefolgschaft zu verweigern drohte, sprang ihr die linke und grüne Opposition hilfreich bei. Nach zwölf Jahren Merkelherrschaft sehe ich in der politischen Figur Merkel einen Vampir, der jeder Partei und am Ende dem Parlamentarismus das Blut aussaugt und damit die eigene Unsterblichkeit nährt. Anders ist nicht zu erklären, dass die Kanzlerin ihre irrwitzigen, allseits bekannten Fehler wie die überstürzte Energiewende, die verpatzte Euro-Rettung, die sperrangelweit geöffneten Grenzen unversehrt überstanden und zudem die Welt noch von ihrer Unersetzlichkeit überzeugt hat.

Kommentar:

Müsste man nicht diesen Beitrag von Monika Maron vor der Bundestagswahl in voller Länge auf der Straße, auf Marktplätzen, vor Schulen, Hochschulen und Betrieben, in öffentlichen Verkehrsmitteln – kurz: überall – verteilen (dürfen). Doch leider (aber verständlich) geht das aus Gründen des Urheberrechts wohl nicht.
Im Privatbereich, in der Familie, im Freundeskreis etc. ist es aber wohl möglich.
Auf jeden Fall darf man den Link zu diesem Artikel der NZZ verbreiten. Sollte man das nicht tun? Was meinen Sie?
Abschlussfrage:
Können Sie sich vorstellen, dass dieser Artikel zum jetzigen Zeitpunkt auch in den deutschen Medien erscheinen würde?

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