Ungeahnte „Corona-Nebenwirkung“ wirft grundsätzliche Frage auf

Ungeahnte „Corona-Nebenwirkung“ wirft grundsätzliche Frage auf

In der Ukraine werden Babys zur Abholware

Die Tagespost | 20.05.20

In der Ukraine können mehr als 100 Babys, die von Leihmüttern geboren wurden, wegen der Corona-Krise nicht abgeholt werden. […] Dutzende Neugeborene, die in den vergangenen Monaten in der Ukraine von Leihmüttern geboren wurden, liegen in Reih und Glied in ihren Bettchen und schreien. Die Pflegerinnen warten darauf, dass die namenlosen Babys von ihren Bestelleltern aus dem Ausland abgeholt werden, was aber derzeit wegen der Corona-Beschränkungen nicht möglich ist. So liegen diese Babys – mehr als 100 sollen es inzwischen sein – abgenabelt von den Müttern, die sie geboren haben, ohne Beziehung zu den Eizell- und Samenspendern, von denen sie genetisch abstammen, bezahlt von den ausländischen Bestelleltern, die nicht einreisen dürfen – quasi als Abholware bereit.

Kommentar:

Das Thema „Leihmutterschaft“ spielt in der öffentlichen Wahrnehmung keine Rolle. Dabei geht es auch hier um grundsätzliche Fragen der Menschenwürde. „Grundsatzdiskussionen“ aber werden – in vielen Bereichen – bei uns nicht mehr geführt. Oder?

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