Was machen eigentlich das kleine Großherzogtum und sein „Außenminister“?

Was machen eigentlich das kleine Großherzogtum und sein „Außenminister“?

Luxemburg glaubt an Dublin

Deutschlandfunk | 17.07.18

[Asselborn:] „Wenn ein Mensch zu uns kommt und um Asyl nachfragt und er ist schon in einem anderen Schengen-Land abgelehnt worden, dann stellt man das in fünf Minuten fest auf EURODAC, wenn das der Fall ist, kommt er in diese spezifische Prozedur, die wir auch Dublin-Prozedur nennen und in einem Monat im Durchschnitt ist das Problem in Luxemburg gelöst. Wir nehmen Kontakt auf mit dem Land, wo der Antragssteller herkam, und es wird geordnet zwischen den zwei Ländern dann die Rückführung organisiert.“ […] „Leute, die sich illegal im Land aufhalten, werden sobald sie aufgegriffen werden, direkt ins Centre de Rétention, ins Abschiebezentrum am Luxemburger Flughafen Findel, gebracht, sagt der Leiter, Vincent Sybertz.

Kommentar:

Luxemburg scheint kurzen Prozess zu machen: Man stellt das „in 5 Minuten“ fest, das Problem ist „in 1 Monat“ gelöst und Illegale werden „direkt nach dem Aufgreifen“ ins Abschiebezentrum am Flughafen gebracht. Bei Talk-Runden im deutschen Fernsehen kommt das aber so nicht zur Sprache!
Übrigens liest man auch: „2.800 Menschen haben in den vergangen sechs Jahren die Einrichtung durchlaufen.“ Das sind rund 470 pro Jahr (!) und rund 40 (!) pro Monat!
Hier noch 2 Statistiken aus dem Internet:
1)https://de.statista.com/statistik/daten/studie/521958/umfrage/asylbewerber-in-luxemburg/
2)
https://www.laenderdaten.info/Europa/Luxemburg/fluechtlinge.php

Nachtrag aus einer luxemburger Zeitung vom 17.03.2017:
https://www.wort.lu/de/politik/fluechtlingspolitik-bereits-522-asylbewerber-in-2017-58ab30bca5e74263e13aae9c

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