Was soll man davon halten?

Was soll man davon halten?

Nato will USA und Europa außerhalb des eigenen Territoriums verteidigen

Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 09.04.16

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat am Mittwoch am Atlantic Council in Washington D.C. eine Rede zur Situation der Nato gehalten. Die Rede enthielt, wenngleich verhältnismäßig sanft im Ton, einigen Sprengstoff. Stoltenberg legte die Strategie des Militärbündnisses dar, die im Juni beim nächsten Nato-Gipfel beschlossen werden soll. Demnach sieht die Nato ihre Aufgabe darin, Europa und die USA auch außerhalb des eigenen Territoriums zu verteidigen, wie Stoltenberg ausdrücklich sagte. […]
Stoltenberg sagte, dass die Nato damit fortfahren wird, ihre Präsenz in Osteuropa gegen Russland auszubauen. In Osteuropa sei deshalb eine „Kette von neuen Hauptquartieren“ geschaffen worden.

Kommentar:

Gestern (08.04.16) wurde in den Nachrichten noch darauf hingewiesen, dass das Verhältnis der NATO zu Russland wieder besser werde; denn die Gespräche miteinander würden wieder aufgenommen. Und nun das?
Und wie steht die AfD zur Nato?
„Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands, soweit sich die Nato auf ihre Aufgabe als Verteidigungsbündnis beschränkt. […] Die AfD sieht im Bestreben, Verpflichtungen gegenüber den Nato-Bündnispartnern berechenbar zu erfüllen, eine wichtige Aufgabe deutscher Außen- und Sicherheitspolitik, um auf diesem Weg mehr Gestaltungsmacht und Einfluss zu entfalten. Wir treten dafür ein, dass jedes Engagement in der Nato im Einklang mit den deutschen Interessen steht und einer zielgerichteten Strategie entspricht. […] Nato-Einsätze außerhalb des Bündnisbereichs, an der sich deutsche Streitkräfte beteiligen, sollten grundsätzlich unter einem UN-Mandat stattfinden und nur, wenn deutsche Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden.“ (Kurzer Auszug aus dem Programmentwurf)

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