Wenigsten ein Ansatz zu einer nicht ausgrenzenden Berichterstattung

Wenigsten ein Ansatz zu einer nicht ausgrenzenden Berichterstattung

Mainz – CDU und AfD kritisieren Vereinbarung mit Ditib

t-online.de | 01.04.20

Die Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag hat die am Mittwoch unterzeichneten Zielvereinbarungen mit vier islamischen Verbänden kritisiert. CDU und AfD wandten sich dabei vor allem gegen die Einbeziehung der Ditib, des größten islamischen Verbands in Rheinland-Pfalz. […] Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Joachim Paul warf der Landesregierung vor, sie wolle offenbar verschleiern, dass die Ditib „der verlängerte Arm“ des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei. Dabei gehe es um ein „parteipolitisch motiviertes Spiel“, da die SPD „das Wählerpotenzial unter den türkischen Einwanderern“ im Blick habe.

Kommentar:

Was dem Kommentator auffällt:
1) In vielen Medien, nicht zuletzt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, werden die AfD und ihre Debattenbeiträge überwiegend nicht erwähnt / totgeschwiegen. In diesem Artikel ausdrücklich nicht. Man hätte sich auch die Überschrift vorstellen können „CDU-Fraktion kritisiert Vereinbarung mit Ditib“ und im letzten Abschnitt ein kurzer Hinweis, dass auch die AfD dagegen war. Daher noch einmal der Hinweis, dass t-online hier ausgesprochen objektiv ist.
2) Positiv fällt auch auf, dass der AfD-Fraktionsvorsitzende ausführlich zitiert wird und damit den Lesern auch die Argumente der AfD inhaltlich vermittelt werden.
3) Die CDU und die AfD werden als „Oppositionsparteien“ benannt, es wird aber nicht gesagt, wer die Regierungsparteien sind. Es wird nur erwähnt, dass „die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion […] die Unterzeichnung (begrüßte). Daraus kann man natürlich einfach schließen, dass die SPD für den Antrag mit federführend war. Die Grünen werden in diesem Zusammenhang gar nicht genannt! Man kann vermuten warum? Oder wäre das eine Unterstellung?

(276)