Ein schleichender Prozess und wir kapitulieren?

Ein schleichender Prozess und wir kapitulieren?

Wie die Türkei in Deutschland Politik macht

Cicero | 07.04.20

Die DITIB attestiert sich selbst in einer Pressemitteilung zu einer „Zielvereinbarung“, die sie mit Rheinland-Pfalz abgeschlossen hat, die Unabhängigkeit von der Türkei. Und das Bundesland gibt sich ahnungslos. Kapitulieren wir vor nationalistisch-islamistischen Verbänden? […] Nun sollen 18 Monate lang die Voraussetzungen geschaffen werden, um die DITIB als Religionsgemeinschaft anerkennen zu können. Trotz der Ausrichtung der Mutterorganisation Diyanet, der Religionsbehörde Erdogans in Ankara, die der Arbeitgeber fast aller DITIB-Imame ist, attestiert sich die DITIB nassforsch die Unabhängigkeit von der Türkei.

Kommentar:

Nur zwei Leserkommentare und der Rückblick auf einen Beitrag in dieser Presseschau:
1) „Da ist er wieder, der deutsche Michel mit seiner Zipfelmütze. Schlafe, mein Michel, schlaf ein. Dabei wäre es doch so einfach. Parteien, die solch eine Religionspolitik befördern und damit der Gesellschaft unendlichen Schaden zufügen, wählt man einfach nicht mehr. Unsere Altparteien bilden einen Block gegen die eigene Bevölkerung. Als überzeugter Demokrat kann man sie einfach nicht mehr wählen – es sei denn, man ist halt ein deutscher Michel mit der Schlafmütze auf dem eingelullten Kopf. Ich bin kein Mitglied der AfD, finde längst nicht alles gut, was dort abgeht, aber wenigstens legt die AfD die Finger auf die vielen Idiotien in unserem Land. Noch ein Punkt: Indem man die muslimischen Verbände immer mehr stärkt, indem man immer mehr Muslime ins Land holt, fördert man den Antisemitismus, wie jedes Kind weiß. Selbst die Kirchen gehören zu dem Block der Muslimversteher. Und selbst der Zentralverband der Juden in Deutschland drückt beide Augen zu. Man sollte sie endlich verlassen.“
2) „Was soll man von verantwortlichen Politikern eines Landes halten, die derart sorglos mit Erdogans-Vereinen in DE, umgehen?Man wird in den nächsten Wochen (Ramadan) sehen, inwieweit man in einer schwierigen Lage auf das Verständnis der Muslime zurückgreifen kann. Inwieweit die Verbände dem verordneten Kontaktverbot nachkommen.“
3) „t-online am 01.04.20
https://www.t-online.de/region/mainz/news/id_87634982/cdu-und-afd-kritisieren-vereinbarung-mit-ditib.html
Was dem Kommentator auffällt:
Die CDU und die AfD werden als „Oppositionsparteien“ benannt, es wird aber nicht gesagt, wer die Regierungsparteien sind. Es wird nur erwähnt, dass „die kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion […] die Unterzeichnung (begrüßte). Daraus kann man natürlich einfach schließen, dass die SPD für den Antrag mit federführend war. Die Grünen –obwohl Koalitionspartner der SPD – werden in diesem Zusammenhang gar nicht genannt! Man kann vermuten warum? Oder wäre das eine Unterstellung?

(534)