Eine etwas andere Sicht

Eine etwas andere Sicht

Mit Vodoo-Zauber gegen Rechts

Die Tagespost | 11.06.20

Der Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd ist furchterregend, doch die genauen Tatumstände bleiben trotz seines minutenlangen Sterbens vor den Videoaugen der Weltöffentlichkeit voller Rätsel. […] Aber nach Fragen oder gar Innehalten steht den Wenigsten der Sinn seit der Schreckenstat am 25. Mai. […] Vielleicht, weil es um die Person George Floyd schon längst nicht mehr geht. Der Mann wird zum Märtyrer stilisiert. Mittlerweile hat die zivilreligiöse Welle auch uns erreicht. […] Hygieneregeln, auf deren Einhaltung seit Wochen bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gepocht wurde, schienen ihre Gültigkeit verloren zu haben, wenn es darum ging, den US-Präsidenten Trump zu verwünschen und Deutschland im selben Atemzug eines Rassismus-Problems zu bezichtigen. […] Nun gibt es hierzulande zweifellos Rassisten. Es gibt aber auch Einbrecher. Trotzdem sind wir kein Land mit Einbrecher-Problem, sondern eine Gesellschaft mit masochistischen Reflexen.

Kommentar:

Kritisch äußert sich auch der folgende Artikel des Cicero („Opfer der eigenen Vorurteile“) am 10.06.20:
https://www.cicero.de/innenpolitik/proteste-rassismus-spaltung-identitaetspolitik-schwarze
„Der Protest gegen den gewaltsamen Tod von George Floyd mobilisierte auch hierzulande Demos. Ihre Teilnehmer tappten in die klassische Falle der Identitätspolitik. Sie überwinden keine Interessengegensätze, sie spalten.“

 

Demokratie lebt von der Diskussion über unterschiedliche Positionen; doch den Menschen müssen solche unterschiedlichen Positionen für die eigene Urteilsbildung zugänglich gemacht werden. Das geschieht viel zu wenig, hier aber doch.

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