„Entzauberung“ der AfD?

„Entzauberung“ der AfD?

Lawinen aufhalten

Cicero | 26.01.24

Man kann unumwunden festhalten: Der Kampf der „etablierten“ Parteien gegen den politischen Raubfisch ist kolossal gescheitert. Aus dem rechten Protestlager ist eine Lawine geworden. […] Und doch fällt auf dem politischen Spielfeld von ganz links bis zur bürgerlichen Mitte hin offenbar keinem Player etwas Besseres ein, als die AfD weiterhin auszugrenzen, zu dämonisieren – oder gleich ganz deren Verbot zu fordern. Wobei allein schon die Diskussion über die letztgenannte Maßnahme treffsicher wieder ein paar Punkte mehr auf das Konto der Rechtsalternativen spülen dürfte. […] Mathias Brodkorb […] hat sich für die Titelgeschichte unserer Februarausgabe Gedanken darüber gemacht, wie man der AfD womöglich auf ganz andere Weise beikommen könnte. Sein Ansatz zur Entzauberung der völkisch-nationalistischen Partei dürfte nicht jedem gefallen.

Kommentar:

Statt eines eigenen Kommentars hier ein Leserkommentar:
„Na ja, man kann es sich denken, was Herr Brodkorb zur „Entzauberung“ schreiben wird, wobei ich mich wundere, wieso dieses Wort gewählt wurde. Was ist an der AfD so „zauberhaft“? Sie ist die erste und bisher einzige Partei, die ihren Verstand und politische Logik nicht gänzlich auf den Müllhaufen geschmissen hat und den schon lange, nämlich seit Merkel, eingeschlagenen Kurs Richtung Eisberg zu verhindern versucht.
Ihre Geschichte kennt man.
Und nun, wo unter der Ampel der Irrsinn zur politischen Leitlinie in diesem Land geworden ist, Strauß‘ Begriff vom „Narrenschiff Utopia“ geradezu harmlos und verniedlichend klingt, wo immer mehr Menschen dies erkennen und merken, dass sie täglich mehr und schamloser ausgenommen werden, wo Armeen von Migranten unser alltägliches Zusammenleben immer mehr belasten, weil es einfach zu viele sind…
Ich denke, es wird im Leitartikel darauf hinauslaufen, was man täglich hört: Ihr Altparteien, macht endlich wieder Politik für das Volk und nicht gegen dieses und hört auf den Wähler, also bindet die Blauen endlich mit ein!“

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