Erneuter Appell an die Politik –„Deutschland verpasst zum zigsten Mal eine große Chance“

Erneuter Appell an die Politik –„Deutschland verpasst zum zigsten Mal eine große Chance“

Ich bin Muslim und will keine Muezzin-Rufe in Deutschland – weil ich weiß, wohin das führt

Focus | 18.10.21

Schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 kam eine Moschee in Neukölln in Zusammenarbeit mit der hiesigen Lokalpolitik auf die Idee, den Muezzin-Ruf als Zeichen der Solidarität zu nutzen. Infolgedessen standen hunderte junge Menschen vor der Moschee, legten wenig Wert auf die geltenden Abstandsregeln und feierten die Rufe des Muezzins als persönlichen Sieg für sich und ihre Religion.
Für viele von ihnen, insbesondere aus dem Umfeld des politischen Islams, bedeutet jede Aktion, welche zu mehr Sichtbarkeit ihres geltenden Islam-Verständnisses in der Öffentlichkeit führt, einen Sieg. Dieses Islamverständnis fordert für sich und seine Anhänger einen Exklusivitätsanspruch und besitzt Anspruchsmentalität. Ihnen geht es wenig um Gleichberechtigung oder Toleranz der Religionen und um deren Co-Existenz, sondern ausschließlich um mehr Sichtbarkeit, mehr Macht und mehr Unterwanderungsmöglichkeiten.
Muezzin-Rufe in Deutschland werden nicht zu mehr Toleranz führen, sondern zu mehr Spaltung
Und während Berliner Politiker die Aktion als Zeichnen der Solidarität, Toleranz, Offenheit und Vielfalt feierten, gingen die Bilder aus dieser Berliner Nebenstraße um die Welt. In einigen Teilen wurde die Botschaft nicht als Zeichen der Offenheit und Solidarität verstanden. Sondern als Etappensieg eines politischen und weniger toleranten Islamverständnis mit seinen ununterbrochenen Bemühungen sich mit allen Möglichkeiten zu behaupten, auch außerhalb seiner historischen Grenzen.

Kommentar:

Herr Mansour hat sich schon oft warnend zu Wort gemeldet; doch mit welchem Erfolg?
Dazu nur ein kurzer Blick in die Kölnische Rundschau vom 21.10.21 (Seite 4):
„Muezzin-Ruf: Lindner lobt Kölner Modell. FDP-Chef will gutes Miteinander.“

 

Ein Focus-Leser kommentiert:
„Was denkt Europas Politik schon zu Ende? Da verrät man lieber seine eigene Kultur. Ein paar ganz schlaue Jung-Journalisten die jegliche Geschichts-Grundlage vermissen lassen dirigieren hier die Meinung. Muß alles erst wider in Schutt und Asche liegen, bis deutsche Politiker und Bürger den Lauf der Zeit begreifen?“

 

Aber auch der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm ist offen für den Muezzin-Ruf in Köln. Dass Muslime hier ihre Religion ausübten, gehöre für ihn zu einer demokratischen Gesellschaft.
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/bedford-strohm-muezzin-100.html

 

Diese Feststellung ist einfach nur banal. Jeder (auch Herr Bedford-Strohm) weiß, dass bei uns kein Muslim gehindert wird, seine Religion auszuüben. Und nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass „sogar“ die AfD das nicht infrage stellt. In ihrem Wahlprogramm zur BT-Wahl 21 kann man es nachlesen:
„Die AfD steht uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit nach Artikel 4 Grundgesetz. Muslime, die sich integrieren und unsere Grundordnung und die Grundrechte anerkennen, sind geschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft.
In unserem säkularen Staat steht [aber] staatliches Recht über religiösen Geboten. Soweit der Islam einen Herrschaftsanspruch als alleingültige Religion erhebt, die Rechtsgrundsätze der Scharia auch in Deutschland durchsetzen will und unsere Rechtsordnung nicht voll anerkennt oder sogar bekämpft, ist er mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands nicht vereinbar und gefährdet den inneren Frieden.“ (Seite 84)
https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2021/06/20210611_AfD_Programm_2021.pdf

 

Wer sich über den Inhalt des Muezzin-Rufs informiert, wird feststellen, dass der Ruf des Muezzin sofort für den Islam „einen Herrschaftsanspruch als alleingültige Religion“ erhebt: „Allah ist groß! (Allah akbar). Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah.“

 

Man sieht auch, dass der Ruf des Muezzin nicht lautet „Gott ist groß“ (wie es z.B. auch in einem Artikel der Kölnischen Rundschau zu lesen war), sondern ausdrücklich „Allah“. Die Verkündigung lautet: Kein Gott außer Allah! Also ist auch der Gott der Christen kein Gott!

 

Daher ist es nur konsequent, wenn die AfD im Gegensatz zu den anderen Parteien feststellt:
„Minarett und Muezzinruf sind mit einem toleranten Nebeneinander der Religionen, wie es die christlichen Kirchen praktizieren, nicht vereinbar.“

 

Wünschten Sie sich auch von den christlichen Kirchen eine kritischere Auseinandersetzung mit dem Islam?
Das war unter dem früheren EKD-Vorsitzenden Bischof Huber einmal anders. Material dazu finden Sie leicht, wenn Sie bei Google „Bischof Huber Islam“ eingeben.

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