„Heilsbringer“ werden ist nicht schwer – „Heilsbringer“ bleiben aber sehr

„Heilsbringer“ werden ist nicht schwer – „Heilsbringer“ bleiben aber sehr

Umfrage-Schock für den Präsidenten – Frankreich nicht mehr von Macron verzaubert

BILD | 23.07.17

Als Emmanuel Macron im Mai sein Amt als Frankreichs Präsident antrat, schienen ihn die Franzosen zu lieben. Einen Monat später holte er im Parlament die absolute Mehrheit – doch nun scheint die Ernüchterung einzusetzen. Denn seine Zustimmungswerte sind drastisch zurückgegangen:
54 Prozent sind laut einer Umfrage von Ifop für die Zeitung „Journal du Dimanche“ zufrieden mit Macrons Amtsführung – zehn Prozentpunkte weniger als vor einem Monat! Der Anteil der Unzufriedenen stieg von 35 Prozent auf 43 Prozent.

Kommentar:

Diese rasante Entwicklung kann eigentlich nicht überraschen, wenn man sich klar macht, wie viele bzw. wie wenige Franzosen Macron gewählt haben. Überhaupt zeigt sich, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte und Politiker nicht vor Ende ihrer Amtszeit. Hat man Obama nicht auch überhöht, als er den Nobelpreis bekam? Und wie schnell ist Martin Schulz vom „Retter“ zum „Normalo“ geworden!
Mal sehen, ob die deutschen Spitzenpolitiker Macron weiter als „Heilsbringer“ der EU propagieren und seine Ziele zum Nachteil der deutschen Steuerzahler unterstützen. Man muss es aber befürchten.

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