In welchem deutschen Medium wäre die folgende Überschrift zurzeit denkbar?

In welchem deutschen Medium wäre die folgende Überschrift zurzeit denkbar?

In deutschen Städten sieht die Mehrheitsgesellschaft ihrem Ende entgegen

Neue Züricher Zeitung NZZ | 09.07.19

Bereits in den 1980er Jahren propagierten die Grünen «Multikulti», also eine multikulturelle Gesellschaft. Damals standen vielen bürgerlichen Wählern bei dem Gedanken die Haare zu Berge, obwohl Multikulti längst begonnen hatte. Diese Realität hat sich in den vergangenen Jahrzehnten akzentuiert. Der Begriff ist allerdings aus der Mode gekommen. Heutzutage spricht man von Vielfalt und bunter Gesellschaft. In deutschen Grossstädten geht inzwischen die Mehrheitsgesellschaft ihrem Ende entgegen – das bedeutet, dass Deutsche ohne Migrationshintergrund […] lediglich noch die grösste Gruppe darstellen.

Kommentar:

Wie stehen Sie dazu?
Weiß die „lediglich noch größte Gruppe“ überhaupt von dieser Entwicklung?
Hält sie sie für gut?
Oder gilt auch hier der Satz des Kabarettisten Volker Pispers? „Was denken Sie, was in diesem Land los wäre, wenn mehr Menschen wüssten, was in diesem Land los ist!“
Was bedeutet das für die Entwicklung der politischen Parteien?
Könnte es nicht spätestens zur Bundestagswahl 2025 eine islamische Partei geben? Mit welchen Inhalten? Mit welchem Erfolg?
Sind solche Gedanken berechtigt / erlaubt?
Fragen über Fragen, aber sie spielen in der aktuellen Politik (noch) keine Rolle.
Nicht dass in einigen Jahren die Politiker wieder wie heute sagen (müssen): „Wir haben die Entwicklung verschlafen.“

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