Katholischer Fernsehpfarrer fordert zum Austritt aus der Kirche auf

Katholischer Fernsehpfarrer fordert zum Austritt aus der Kirche auf

Trierer Fernsehpfarrer: AfD-Anhänger sollten aus der Kirche austreten

Trierer Volksfreund | 07.02.16

[Kardinal] Marx’ langjähriger Kommunikationsdirektor, der Trierer Fernsehpfarrer Stephan Wahl, forderte AfD-Sympathisanten und potentielle Wähler der rechtspopulistischen Partei sogar zum Austritt aus der Kirche auf. Christentum und AfD-Ideologie seien nicht vereinbar, schreibt Stephan Wahl auf seiner Internetseite.

Kommentar:

Es sei hier noch einmal an Prof. Wolfgang Ockenfels erinnert, Dominikanerpater und Ordinarius der Theologischen Fakultät Trier:
„Welche Partei wir wählen oder nicht wählen, lassen wir uns nicht von geistlichen Würdenträgern vorschreiben. Von ihnen erwarten sich politisch praktizierende Christen keine konkreten Lösungen, sondern gut begründete ethische Maßstäbe – zur eigenen Entscheidung. […] Eine Demokratie ohne Alternativen, ohne Korrekturmöglichkeiten, ist keine mehr. Es könnte ja sein, daß sich die angeblichen Nostalgiker als die besseren Realisten erweisen.“

Konkret: Was soll man zu dem Satz von Pfarrer Wahl auf seiner Homepage sagen (Datum: 05.02.16)? „AfD Populisten sind verbalpopulistische Embryonalverbrecher! Und werden richtige V. wenn wir sie nicht stoppen“ (Komma-Fehler von Pfarrer Wahl). Was sagt sein Bischof dazu? Was die deutsche Bischofskonferenz?

Vielleicht versteht er den Satz des bedeutenden Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (1224 – 1274): „Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit; Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Mutter der Auflösung.“

(1725)