Klare Kante

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Aust wagt Enttabuisierung: „Aktueller Flüchtlingsstrom ist ein Sicherheitsrisiko“

Focus | 23.11.15

Im Ton verbindlich, in der Sache knallhart – so präsentierte sich gestern der designierte Chefredakteur der „Welt“, Stefan Aust, bei Günther Jauch. Der aktuelle Flüchtlingszustrom ist für Aust ein klares Sicherheitsrisiko, welches Deutschland destabilisiere. Die große Zahl an Menschen, die nach Deutschland kommen, könne schlichtweg nicht integriert werden. „Wir schaffen das ja nicht mal mit den Leuten, die im Augenblick schon bei uns leben“, sagte er in ARD-Talkshow.

Kommentar:

In was für einem Land leben wir eigentlich? Da spricht (endlich) ein hochrangiger Pressevertreter im öffentlich-rechtlichen Fernsehen klipp und klar aus, was er von der aktuellen Flüchtlingspolitik hält, und schon wird das als „Wagnis“ bezeichnet. Ist die Meinungsfreiheit in Deutschland wirklich schon so gefährlich, dass man etwas „wagen“ muss, wenn man von der Meinungsfreiheit Gebrauch machen will? Bricht man dann eventuell auch Tabus?
Merke:
Wenn eine bestimmte Meinung (willkürlich und schleichend) zu einem „Tabu“ erklärt worden ist, dann ist jede abweichende Meinung ein „Tabubruch“. So einfach ist das! Und dann braucht es großen Mut, solche Tabus als Einzelner zu brechen. Darum spricht die AfD auch vom „Mut zur Wahrheit“.
Aber warum lassen sich das so viele Menschen gefallen und berufen sich nicht auf das Grundgesetz?

(1970)