Kurz und präzise

Kurz und präzise

Kanzler Kurz: Offene Grenzen waren ein Fehler

t-online.de | 02.09.20

Eine Asylreform in der EU muss nach Überzeugung von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vor allem auf den Außengrenzschutz, den Kampf gegen Schlepper und die Hilfe vor Ort setzen. Zugleich lehne er Konzepte ab, mit denen Staaten gezwungen würden, Flüchtlinge aufzunehmen, sagte Kurz. „Ich halte das für nicht realistisch“, sagte er angesichts des Widerstands in vielen EU-Staaten. […] Sollten Länder in der EU bereit sein, Flüchtlinge aufzunehmen, dann sei der beste Weg dafür die Umsiedlung schutzbedürftiger Flüchtlinge direkt aus den Krisengebieten, sagte der österreichische Regierungschef. „Den Umfang kann jeder Staat für sich entscheiden.“ […] „Ich war von Anfang an gegen die Politik der offenen Grenzen. Ich war der Meinung, dass Europa hier vollkommen falsch abbiegt und dass es einen Systemwechsel braucht“, sagte Kurz […] „Die Politik der offenen Grenzen hat dazu geführt, dass sich viele Menschen nach Europa auf den Weg gemacht haben und es zu einer massiven Überforderung in weiten Teilen Mitteleuropas gekommen ist.“ […] „Ich bin damals massiv für meine andere Haltung kritisiert worden“, so der 34-Jährige. „Was ich gesagt habe, wurde als rechts, manchmal auch als rechtsradikal abgetan. Heute ist es absolut mehrheitsfähig bei den Regierungschefs in der EU.“

Kommentar:

Und was sagt die Bundeskanzlerin dazu? Was sagen Sie dazu? Bestätigen Kurz und andere Regierungschefs nicht im Nachhinein die Haltung der AfD?

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