Leser sind empört

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Alle Asylbewerber sollen Hartz IV bekommen

WELT/N24 | 27.09.16

Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) plädiert für eine Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG). Stattdessen sollte jeder Flüchtling Hartz-IV-Leistungen erhalten. Damit könne man sich einen „erheblichen Bürokratieaufwand“ sparen.

Kommentar:

Fast alle der aktuell 235 Leserkommentare zeigen eine große Empörung. Ein Leser weist z.B. darauf hin, dass „die FES nicht nur SPD-nah (ist); ein Blick in die Vorstandliste (u.a. Kurt Beck, Hannelore Kraft, Michael Sommer) zeigt, wie nah diese Stiftung der SPD wirklich ist. Auf mich wirkt das Ganze wie ein Testballon, um zu sehen wie diese „Forderung“ von der Bevölkerung aufgenommen wird.“
Ein anderer weist auf die Ungerechtigkeit hin, dass bei deutschen Hartz-4 Empfängern das eigene Vermögen überprüft und eingerechnet wird, aber nicht bei „Flüchtlingen“: „Und wie stellt man fest, dass der Bewerber seinen Lebensunterhalt nicht selber finanzieren kann? Wie kontrolliert man wieviel der Bewerber besitzt (Immobilien, Bankguthaben, Gold usw.)? Er hat meistens nicht mal seine wahren Identität preisgegeben, aber auch wenn dass so wäre haben wir die Möglichkeit seine finanzielle Lage zu kontrollieren, oder gilt dass nur für unsere Mitbürger? Und wer wählt noch diese Partei?“
Vgl. dazu auch den folgenden Artikel im Cicero „Die Tücken der Flatrate-Versorgung“
http://www.cicero.de/berliner-republik/migration-und-wohlfahrtsstaat-die-tuecken-der-flatrate-versorgung
Und ein Leser fragt:
„Warum wird eigentlich nur über die Forderung berichtet, dass Flüchtlinge Hartz-IV bekommen sollen? Genauso viel Sprengstoff hat die Aussage, dass in nächster Zeit mit dem Familiennachzug von über 500.000 Menschen gerechnet wird…und das zusätzlich zu den 400.000-500.000 neuen Asylbewerbern dieses Jahr. Dann sind wir also schon wieder bei über einer Million.“ Ein anderer antwortet: „Weil uns das vor den Wahlen beunruhigen könnte.“

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