Mut zur Wahrheit – nun auch bei einem Grünen

Mut zur Wahrheit – nun auch bei einem Grünen

Flüchtlingspolitik: Grüner Palmer auf Linie – mit der CSU

Der Spiegel | 21.10.15

„Ich wünsche mir eine ehrliche Debatte in der Flüchtlingskrise. Man muss die wirklichen Probleme benennen dürfen, ohne dass man in eine Reihe mit rechten Idioten gestellt wird“, sagt Palmer weiter. […] Das sei auch im Interesse der Flüchtlinge: „Viele kommen nicht mehr aus Angst um ihr Leben, sondern auf der Suche nach einem neuen Leben. Hoffnungen zu wecken und dann nicht erfüllen zu können, wäre ein menschliches und gesellschaftliches Drama.“

Kommentar:

Ein Grüner auf Linie mit der CSU. Die CSU auf Linie mit der AfD. Also ein Grüner auf der Linie der AfD.

Einen Satz sollte man besonders analysieren: „Man muss die wirklichen Probleme benennen dürfen, ohne dass man in eine Reihe mit rechten Idioten gestellt wird“.
Heißt das nicht: Wenn „Rechte“ wirkliche Probleme benennen, sind es (trotzdem) Idioten. Wenn Politiker und andere (z.B. die AfD) dieselben wirklichen Probleme benennen, werden sie sofort in die rechte Ecke gestellt. Die Gefahr ist (nach Palmer), dass die wirklichen Probleme nicht mehr zur Sprache kommen (dürfen). Und das in einer Demokratie, die Meinungsfreiheit für ein Grundrecht hält.

(1485)