Nanu, FAZ teilt Position der AfD

Nanu, FAZ teilt Position der AfD

Klimareligion mit Ablasshandel

FAZ | 15.02.19

Die Rettung des Weltklimas hat für große Teile der deutschen Gesellschaft mittlerweile den Rang einer Ersatzreligion. Darf man noch fragen, welchen Beitrag die extreme Subventionierung von erneuerbarer Energie für das Klima der Erde geleistet hat, angesichts der Tatsache, dass der Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland kaum gesunken ist? Oder ist ein Ketzer, wer fragt, ob die eine Billion Euro, mit der hierzulande Steuerzahler und Stromverbraucher Wind-, Solar-, Biogasanlagen und Netze fördern müssen (die Hälfte unserer Staatsverschuldung!), klug investiert wird? […] Wer Zweifel äußert, ob der übermäßige Ausstoß eines einzigen Moleküls wirklich allein für die Erwärmung der Erde verantwortlich sein kann, wird von manchen Klimaschützern als Klima-Leugner verunglimpft. Warum rückt man Kritiker in die Nähe von Holocaust-Leugnern? […] Deutschland sollte sich von der Illusion verabschieden, als Klassenprimus das Weltklima retten zu können. Nicht Alleingänge einer moralischen Supermacht sind gefragt, sondern rationale und vor allem international abgestimmte Politik mit Maß und Mitte, um die Folgen des Klimawandels aufzufangen, da man den Wandel angesichts der rasant wachsenden Zahl von Menschen wohl allenfalls mindern, aber nicht wird gänzlich verhindern können.

Kommentar:

Man kann dem Kommentar der FAZ nur zustimmen: „Wer Zweifel äußert, ob der übermäßige Ausstoß eines einzigen Moleküls wirklich allein für die Erwärmung der Erde verantwortlich sein kann, wird von manchen Klimaschützern als Klima-Leugner verunglimpft.“ Das trifft vor allem Politiker der AfD, wie sich aus den zahlreichen Medienberichten belegen lässt. Man braucht nur bei Google die Stichworte „AfD Klimaleugner“ einzugeben.

 

Kritisch eingestellt war auch Thomas Walde vom ZDF im Sommerinterview 2018 mit Alexander Gauland (AfD), das vom ZDF auf seiner Homepage so zusammengefasst wird:
„Nein, er [Alexander Gauland] bestreitet den Klimawandel nicht. Den gibt es, sagt Alexander Gauland im ZDF-Sommerinterview. Aber: „Dass der Mensch dazu viel beitragen kann, glaube ich nicht.“ Deswegen will Gauland Klimaschutzorganisationen künftig auch nicht mehr unterstützen. „Wenn ich Zweifel habe, dass der Mensch wirklich entscheidend zur Veränderung des Klimas beiträgt, dann sind diese Organisationen auch nicht zielführend oder wirkungsmächtig“, so der AfD-Vorsitzende. Auch die Anstrengungen Deutschlands etwa bei der Reduktion des CO2-Ausstoßes seien wenig effektiv: „Kein Mensch gibt etwas auf das Vorbild Deutschland.“ Gauland fordert in dem Interview indirekt ein Ende jeglicher Klimapolitik. „Ich glaube nicht, dass es gegen den Klimawandel irgendetwas gibt, was wir Menschen machen können“, sagt er. Er könne die Menschen auch nicht vor einer Hitzewelle oder einer Eiszeit schützen. Deswegen könne auch keine Partei in dieser Frage irgendetwas anbieten. „Man soll nicht Umweltschutz bleiben lassen, aber ich glaube nicht, dass man irgendetwas sinnvoll bewirken kann mit einer Klimapolitik.“
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/alexander-gauland-im-zdf-sommerinterview-1

 

Nach dem Kommentar vom 15.02. in der FAZ liest man diese Aussagen von A. Gauland vielleicht differenzierter. Er sagt ein halbes Jahr früher letztlich dasselbe wie die FAZ: „Deutschland sollte sich von der Illusion verabschieden, als Klassenprimus das Weltklima retten zu können. Nicht Alleingänge einer moralischen Supermacht sind gefragt, sondern rationale und vor allem international abgestimmte Politik mit Maß und Mitte, um die Folgen des Klimawandels aufzufangen, da man den Wandel angesichts der rasant wachsenden Zahl von Menschen wohl allenfalls mindern, aber nicht wird gänzlich verhindern können.“

 

Hier noch der Hinweis auf die entsprechenden Passagen im Wahlprogramm der AfD zur Europawahl 2019:
https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2019/02/AfD_Europawahlprogramm_A5-hoch_web.pdf
Seite 79, Punkt 13.1 Klima und Energie

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