Nur im Handelsblatt ein Thema?

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Warum die Finanzen der Ukraine in eine gefährliche Schieflage geraten könnten

Handelsblatt | 02.07.22

Das vom Überfall Russlands gebeutelte Land benötigt momentan vor allem viel Geld, um als funktionierender Staat zu überleben. Allein um die Löhne und Pensionen zu bezahlen und grundlegende Dienstleistungen zu erbringen, muss die dortige Regierung monatlich fünf Milliarden Dollar aufbringen. Zugleich ist zu erwarten, dass die Steuereinnahmen schrumpfen, während der Krieg die Staatsausgaben in die Höhe treibt. […]
Russland scheint dagegen paradoxerweise wirtschaftlich besser dazustehen als die Ukraine – obwohl die westlichen Staaten ein Sanktionspaket nach dem anderen gegen den Aggressor geschnürt haben. […]
Gleichzeitig erzielt das Land hohe Einnahmen mit Rohstoffexporten und weist nur eine geringe Verschuldung auf. Die westlichen Sanktionen wird Russland wohl erst schmerzhaft spüren, wenn spezialisierte Bestandteile für Industrie- und Militärgüter knapp werden. […]
Vieles wird davon abhängen, wie hoch die finanzielle Hilfe ausfällt, welche die Ukraine in den kommenden Monaten erhält. Für die Regierung des Landes dürfte es eher noch schwieriger werden, sich im Ausland Gehör zu verschaffen. In den westlichen Industrieländern verschlechtert sich die Wirtschaftslage rapide – und das wird die Hilfsbereitschaft kaum befördern.

Kommentar:

Wer soll das alles bezahlen? Weiß es die Regierung?

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