Selbst von Linken nicht mehr zu leugnen: Linksextremismus

Selbst von Linken nicht mehr zu leugnen: Linksextremismus

Der Gewalt eine Bühne

FAZ | 27.01.20

Linksextremisten nutzen Leipzig abermals als Bühne. […] Politiker aller Parteien verurteilten die Gewalt. Die Bedrohungen und Angriffe seien „völlig daneben“, erklärten die Vorsitzenden der sächsischen Linken, Susanne Scharper und Stefan Hartmann. Im Schutze einer Versammlung und friedlicher Teilnehmer „den eigenen Gewaltfetisch auszuleben ist kein politisches Engagement, sondern Hooliganismus“. Man stehe klar an der Seite derer, die „von Gewalt, Beleidigungen und Bedrohungen betroffen waren“. Dazu zählten mehrere Journalisten, die zum Teil gewaltsam an der Berichterstattung gehindert wurden. […] Dem Einsatzbericht der Beamten zufolge stammten fünf der sechs festgenommenen Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen. Das ist auch ein Indiz dafür, wie groß inzwischen die Anziehungskraft Leipzigs für Linksextremisten und Autonome aus dem gesamten Bundesgebiet ist. […] Am Sonntag bewirbt sich Burkhard Jung um eine dritte Amtszeit. „Was geht in Menschen vor, die so hassen?“, fragte der 61 Jahre alte SPD-Politiker und bezeichnete die Verantwortlichen als „verbrecherische Gruppe“, die gegen alles wüte, „für das wir täglich eintreten“, nämlich Respekt, Demokratie, Rücksicht und Toleranz.

Kommentar:

1) Bisher ist „linke Gewalt“ von links überwiegend verharmlost worden. Zur Erinnerung nur ein Artikel der BILD aus 2017:
https://www.bild.de/politik/inland/linksextremismus/wie-linke-gewalt-verharmlost-wird-52493788.bild.html
Nun – unmittelbar vor der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig! – setzen sich die SPD und sogar die Linken von den Linksextremisten ab. Das kommentiert ein FAZ-Leser so: „Überall dort wo man glaubt, Weltoffenheit dadurch zu fördern, indem man es mit Recht und Ordnung etwas großzügig angehen lässt, nutzen das die linken Chaoten für ihre Zwecke aus.

 

2) Man sieht auch: „Bei Linksextremisten sinkt die Hemmschwelle“. Linksextremisten schreckten nicht mehr davor zurück, Gewalt gegen Menschen zu richten. (Verfassungsschützer Haldenwang)
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/haldenwang-bei-linksextremisten-sinkt-die-hemmschwelle-16603801.html

 

3) Zum Umgang mit der AfD:
a) Bei der Kritik an der Gewalt spricht die FAZ nur davon, dass „Politiker aller Parteien“ die Gewalt verurteilten – ohne die AfD eigens zu erwähnen. Das ist auch korrekt.
b) An anderer Stelle aber „muss“ (?) natürlich die AfD noch einen negativen Touch bekommen. Es wird nämlich nicht einfach als Tatbestand berichtet, dass „ das Wort ‚Lügenpresse‘ Teilnehmern zufolge zu hören gewesen“ sei. Nein, es muss anders formuliert werden: „Auch das sonst nur bei Veranstaltungen von AfD und Rechtsextremisten skandierte Wort ‚Lügenpresse‘…“
Soll steter Tropfen den Stein höhlen?

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