„Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten“

„Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten“

Attentat von Nizza – «Mon Dieu, mon Dieu!»

Neue Züricher Zeitung NZZ | 16.07.16

Ein Flugzeug steuert über der Baie des Anges, der Engelsbucht, eine Kreisbahn. […]. Dass in Nizza vor zwanzig Stunden ein Massaker stattgefunden hat, ist schwerlich zu erahnen. In der Bahnhofshalle spielen zwei Halbwüchsige unflätig fluchend Tischfussball. Unweit des Hôtel Interlaken in der Rue Durante nippen zwei ältere Ehepaare auf Barhockern im Freien an Champagnergläsern. […] Die stadtseitigen Gitter halten Fussgänger zwar nach wie vor fern von der Promenade. Aber ein erster Jogger springt behende darüber – und andere folgen alsbald seinem Exempel. […] Hie und da ertönt aus Wohnungen mit Meerblick Gelächter und Partymusik; für junge Leute beginnt ein weiteres geselliges Wochenende. […]. Ein Flugzeug steuert über der Engelsbucht eine Kreisbahn.

Kommentar:

Statt eines Kommentars ein Zitat aus einem Magazin für elektronische Musik nach den Terroranschlägen am 13.11.15 in Paris: „Dennoch werden wir heute Abend wieder ausgehen. Wir werden tanzen gehen und unsere Wut über diese sinnlose Gewalt aus unseren Körpern schütteln. Gänzlich abschütteln werden wir die Bilder nicht können. Aber wir lassen uns das Feiern nicht verbieten.“ http://www.fazemag.de/
Schon 1984 sang die Gruppe Geier Sturzflug: „Aber eins kann mir keiner, eins kann mir keiner, eins kann mir keiner nehmen und das ist die pure Lust am Leben.“
Westliche Werte?

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